Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 337)
- Language
- German
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333 wir entnehmen können, dass fast alle Abschnitte mit הזהיר הקב״ה את ישראל beginnen. Dadurch ist auch der Hinweis von gewisser Seite nichtig geworden, nach welchem man annehmen sollte, dass in Ascheri zu Chullin 106b das ספר הזהר eitiert wird, weil dort unrichtig oder geändert so gelesen wird, für ספר הזהיר. wie in Tosefot daselbst und in Menaehot 87a richtig zu finden ist, und auch in dem uns jetzt vorliegenden ס‘ והזהיר das betreffende Citat enthalten ist. Dieses Wort führt uns einen anderen Ausdruck aus altgeonäischer Zeit vor, nämlich אזהרות für die Reimverse, in welche der Inhalt der 613 ReligionsVorschriften von unseren vorzüglichsten Dichtern, noch über Saadia hinauf, gebracht wurde. Dieser Plural אזהרות stammtvon אזהרה her, wTie in dem alten in unserem Ritus erhaltenen Pijut אזהי־ת ראשית לעמך נתת noch vorhanden, eine eigens hierfür geprägte Bezeichnung, weil 613 אזהרת in der Zahl ist. In späterer Zeit hat man in ähnlicher Weise gesucht, für die halachische Behandlung der 613 Gebote Bezeichnungen mit demselben Zahleninhalte zu erfinden, so z. B. das Werk לקוטי אורות wo אורות diese Zahl ergibt, oder כתר הורה, wo allerdings in 620 כתר enthalten ist, das plus von 7 daher auf ז' מצות דרבנן gelegt wurde. In gleicher Weise hat man schon früher darauf hingewiesen, dass auch die Buchstaben der Zehnworte im Abschnitt 613 יתרו betragen, was ebenfalls jener Anzahl der Gebote entspreche. Nachdem man aber angefangen hatte, den Büchern vorzüglich symbolische Titel zu geben, suchte man auch sehr oft des Autors Namen in seiner Gesamtzahl (גימטריא) mit der des Titels in Einklang zu bringen, oft auch hierbei des Vaters Namen oder die Namen der Frau und der Kinder in Berechnung zu bringen. Der Erste, der das Beispiel hierzu gab, — von den Akro- Stichen in den religiösen Dichtungen sehen wir hier ganz ab — dürfte der Verfasser des ״Rokeach“ — Elasar b. Jehuda — sein, wenigstens wird in der Folge immer auf dieses Beispiel hingewiesen. Derselbe nannte sein bekanntes Ritualwerk, welches aueh viel von Ethik, aber noch mehr von Mystik enthält, רקח, weil in diesein Apothekerladen viele Heilmittel und Spezereien für die Krankheiten der Seele geboten werden. Aber auch deshalb, weil י־קח