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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 248

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 248)
Language
German
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1500 Gulden fest, ein Zeichen von der immer grösseren Erstarkung des Vereins. So wurden die Leistungen des Vereins immer grösser: nach dem Statut von 1880 erhält der einzelne einen, eine Familie zwei Stecken Holz, nach dem von 1847 werden dem einzelnen 1V2, einer Familie drei Stecken Holz gewährt. Dass die Gegenwart ganz andere Forderungen an den Verein stellt, der nur den Zweck der FeuerungsVerteilung verfolgt, und dieser ganz andere Leistungen aufzuweisen hat, braucht wohl nicht besonders bemerkt zu werden. Ein gesunder Gedanke war es, dass seit 1830 der Verein neben seiner eigenen Tätigkeit sich auch von Privaten oder Vereinen mit Feuerungsverteilung an Arme beauftragen liess; es w-ar damit eine Art Centrale für die Feuerungsverteilung geschaffen und etwaigem Missbrauche seitens der Empfänger möglichst vorgebeugt. Ganz besonders segensreich war aber der Gedanke, kleine Partieen Holz zum Ankaufspreise an Minderbegüterte abzugeben; was die Konsumvereine der Gegenwart schaffen, trat vor nunmehr 70 Jahren durch einen Wohlthätigkeitsverein ins Leben; die Vorteile für die Beteiligten waren um so grösser, als hier viele Spesen gespart wurden, die jeder Konsumverein notwendigerweise zu bestreiten hat. Doch mit dem Jahre 1871 musste der Kleinverkauf aufhören, da der Holzplatz, auf dem der Verein gegen sehr billiges Entgelt das Holz bisher anfbewahrt hatte, für andere Zwecke der Stadt verwendet werden musste, und die Er- Werbung oder Miete eines neuen Holzplatzes das Feuerungsmaterial so verteuert hätte, dass den einzelnen aus solchem Bezüge kein Vorteil erwachsen wäre. Das Jahr 1838 brachte in Bezug auf das Material der Feuerungsverteilung etwas Neues, es brachte die Steinkohlen. Ein Protokollbeschluss vom 21. October d. J. lautet: .,Nachdem sich der Preis des Holzes fortwährend sehr hoch erhält, während sich der Vorteil der Feuerung mit Steinkohlen, Gries u. s. w. als höher herausstellt, so sieht sich die Verwaltung veranlasst, diejenigen Individuen, welche jetzt mit Holz vom Verein unterstützt wurden, durch Circular aufzufordern, ob sie es nicht vorziehen, statt des bestimmten Quantum Holz, das Feuerungsmaterial in Steinkohlen zu erhalten, wobei noch zu bemerken, dass von Seiten des Vereins keine Ersparnis bezweckt werden soll, son-

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