Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 243)
- Language
- German
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239 gleichung mit dem Arabischen, wo ענק Hals bedeutet; es sind also Männer mit starkem Halse. Als letzter dürfte wohl in Betracht kommen Abraham b. Bakrat Halevi, der in seinem im •Tahre 1507 in Tunis verfassten Supercommentar ס' הזברון gleichfalls sich der Ana־ logieen mit dem Arabischen bedient. So bemerkt er zu Gen. 6,2 כי טינה הנה, dass hier ״ טובgeschmückt, geputzt, mit Wohlge־ rüchenversehen“bedeutet,ירבושביות entsprechend dem arabischen טיב. * * Wir haben nun die Reihe der mittelalterlichen Autoren, bei denen Vergleich untren mit dem Arabischen Vorkommen, geschlossen. Wir hoffen, dass das von uns Gebotene auch die Nichtphilologen von dem Wert dieser Leistungen unserer Altvordern überzeugt hat, insofern es manche Anregung für eine sinngemässe Exegese gibt. Lange, lange Zeit vergeht nun, wo wir in der exegetischen Literatur bei den Juden Spuren dieses wissenschaftlichen Strebens nicht wahrnehmen. Denn im Orient oder Nordafrika, die ia allein hierbei in Betracht kommen können, herrschte eine geistige Erstarrung, zumal besonders in ersterem der Gluthauch der Kabbala alles regere, geistige Leben versengte. Nach dem Wiederauf־ leben der Pflege der hebräischen Sprache zum Beginn der Neuzeit und der fortschreitenden philologischen Erkenntnis waren es christliche Gelehrte, die die sprachvergleichende Methode in Anwendung brachten, wie Eduard Pococke, Albert Schaltens etc., denen sich am Anfang des vorigen Jahrhunderts in würdigster Weise Wilhelm Gesenius anreiht, der in bemerkenswerter Weise in seinen Schriften auch die Verdienste unserer alten Philologen, wie Ibn Koreis und Ihn Ganäh, hervorhebt. TTnter den jüdischen Exegeten gewahren wir als vereinzelte Erscheinung nur den Riuristen I s a a c E u c h e 1, der in seinem im Jahre 1790 im Geiste Moses Mendelssohns verfassten Biur zu Mischle an einigen Stellen auf das Arabische verweist, aber allerdings, wie er z. t. selbst eingesteht, ans anderen Quellen geschöpft hat 1). In der neuesten Zeit sind es einige jüdische Gelehrte, die mit Geschick das Arabische zur Vergleichung heranziehen, wie S. Mandelkern in x) Vgl. Schmiedt in Monatsschrift 1904 p. 279—280.