Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 242)
- Language
- German
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238 deiner Werke kommt, dann erst erkenne ich sie: בשאתפלא בפלאים ובנוראים היא היא הידיעה. Dasselbe drücken die arabischen Gelehrten mit knappen Worten aus: "אלעגז נץ אלאדראך הו אלאדראך• Das Gefühl der Ohnmacht, Gottes Werke zu erfassen, ist auch schon ein Erfassen derselben“. Sehr bemerkenswert ist aber der Anhang des Werkes, in dem sich Gavison entschuldigen zu müssen glaubt wegen der häufigen Anführungen von arabischen Spruchdichtungen. Er finde, dass das Arabische in besonderem Masse dem Hebräischen gleiche, und viele Worte mit ihn, wenn auch in anderer Form, gemeinsam habe. Manches seltene Wort könne man nur mit Hilfe des Arabischen erklären. So habe er erst unter den Arabern die Bedeutung des Wortes תמרורים Jeremias 31, 2 kennen gelernt, das er sich sonst nicht erklären konnte; es ist das arabische מרירה ״ein gepflasterter, hergerichteter Weg.“— Nach dem Arabischen ist ferner eine befriedigende Erklärung zu finden für das bisher nicht richtig erkannte ארבות יריו Jes. 25, 11, das dem arabischen ארביה als מרפקים של ידים עם האצילים entspricht. Vergleiche auch אצילי יריו Jer. 38, 12. — Zum Verständnis von פועה Exod. 1, 15 bemerkt G., dass, wie er in einem arabischen, medizinischen Werke, das auch ins Hebräische übersetzt ist, unter dem Titel ס' ההזמנה, gefunden habe, im Arabischen das Kind von der Geburt bis zum vollendeten fünften Jahr יאפע genannt wird; danach ist auch das diesem lautlich verwandte פיעה zu erklären als מגדלת הקטנים• Wir sind nun eigentlich in unserer Darstellung schon zu dem Zeitpunkt gelangt, wo infolge des Falles von Granada samtliehe Juden den Boden Spaniens verlassen mussten, und müssen nun auch noch den Mann erwähnen, der, obwohl auf des Lebens Höhe stehend und von der königlichen Gnadensonne beschienen, dennoch es vorzog, mit seinen Glaubensgenossen das ungastliche Land zu verlassen; es ist dies der fruchtbare, vielseitige Don Isaak Abrabanel. Das Werk, das am meisten Zeugnis von seinen umfassenden Kenntnissen ablegt, der Bibelcommentar, enthält auch, wenn auch nur in geringem Masse, Hinweise auf das Arabische, das einst in der nur ungern aufgegebenen Heimat geherrscht hatte. So erklärt er ענק Nu. 13,22 und 33 durch Ver-