Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 228)
- Language
- German
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224 Überschriften 16,1 מבתם und 80,1 עדות bedeuten beide ״Schm uck“, letzteres mit עדי zusammenhängend, ersteres mit כתם Gold; der Sinn ist: die geschmückten, d. h, die vorzüglichsten Dichtungen, wie auch im Arabischen die vorzüglichsten Kasiden die ״vergoldeten“ genannt werden. Die Resultate Ibn Ganähs verwertete vielfach in seinen Bibelcommentarien und sprachwissenschaftlichen Werken der ebenso gelehrte, wie scharfsinnige und kritisch veranlagte Juda ibn Bal’äm 1). Doch begegnen wir bei ihm auch Vergleichungen, die eigener Beobachtung ihre Entstehung verdanken. Wir zitieren hier einige aus dem Jesajacommentar: יצען Jes. 38,20 ist zu erklären durch das arabische ״ טעןseinen Standort ändern“. — Ibid. 35,7 bedeutet ישרב wie das arabische סראב, die Erscheinung, die bei dem Wanderer von weitem die Einbildung hervorruft, dass irgendwo Wasser vorhanden sei, während dies nicht der Fall ist2). — Der Sinn von החלי ibid. 53,10 ist dieser: Gott will ihn krank machen, d. h. er zeigt ihm die Schuld als solche, — durch die er krank wird, d. h. in Verfall kommt — so dass er sich davon zurückhält. So ähnlich sagte ein arabischer Mahnredner: Gott zeige mir die Sünde als solche, damit ich sie meide, das Richtige aber auch als dieses, um ihm zu folgen. — In Jes. 56,10 bedeutet הוזים entweder dasselbe wrie arabisch הזהז die Laute, die der Hund von sich gibt, wenn er nicht bellen kann, oder auch, nach arabischem ״ י הזיdas Schlummern“, worauf auch derParallemus von שוכבים hinweist. 0 Von neueren Arbeiten über Ibn Bal’äm ist zu nennen: S. Fuchs, Studien über Abu Zakarja Jahja (Juda) ibn Bal’äm, nebst einem Auszug aus dem Commentar zu Numeri und Deuteronomium, Berlin 1893. Joseph Derenbourg hat in der RdEJ Jahrgang 1889 den Commentar Ibn Bal’äms zu Jesaja veröffentlicht; S. Poznanski den Josua-Commentar in der Festschrift für A. Berliner 1903. Ibn Bal’äms Werk über die Verba denominativa ist mehrfach in hebräischer Uebersetzung erschienen, zuletzt in הססדתגה, Jerusalem 1885; eine Edition des Restes des arabischen Originals bereitet Poznanski vor. Die hebräische Uebersetzung des Buches über die Partikeln begann S. Fuchs ז״ל zu edieren im Hahoker Jahrgang I und II (1891—92). 2) Diese Erklärung schliesst sich sehr passend dem Zusammenhang an.