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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 220

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 220)
Language
German
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216 häufig zitieren. Mannigfache Anregung־ bot dies auch für die Erkenntnis der Grammatik des Hebräischen, vornehmlich aber für die Lexicographie, der unsere Darstellung ausschliesslich gewidmet ist. Bemerkt sei aber noch, dass selbst in den Anfängen dieser wissenschaftlichen Tätigkeit die jüdischen Sprachgelehrtcn eine Methode in der Sprachvergleichung entwickelten, die auch bei dem heutigen Stand der philologischen Forschung Beachtung verdient. Wenn wir von den Talmuden und Midraschim absehen, in denen sich auch schon Hinweise auf das Arabische finden, die jedoch zum teil für uns sich nicht genau fesstellen lassen, da wohl besondere Dialekte in Betracht kommen, so ist der erste Autor, mit dem wir uns zu beschäftigen haben, Juda i b n Ko reis aus Tahort in Nordafrika (Mitte des IX. bis Anfang des X. Jahrhunderts). Derselbe hat seine Sprachvergleichung niedergelegt in einem Werk, das die Bezeichnung B, i s ä 1 e trägtx) und zunächst ein Sendschreiben enthält, in dem er die Gemeinde in Fes eindringlich zum Studium des Targums des Onkelos ermahnt, worauf dann eine Vergleichung von hebräischen Worten mit aramäischen, neuhebräischen und schliesslich arabischen Wurzeln folgt. Juda ibn Koreis beruft sich bei seiner Sprachvergleichung auf die Stammverwandtschaft und die Nachbarschaft der beiden Völker. Aus diesem dritten Teil des Werkes, der auch manche wichtige grammatische Bemerkung enthält und Zeugnis von dem weiten und scharfen Blick des Autors ablegt, heben wir im folgenden einiges hervor: אבי H. L. 6,11 ist gleich אב Frucht* 2); damit hängt auch zusammen אניות אבה Hiob 9,28: mit Früchten beladene Schiffe. — אפר I Kön. 20,38 und 41, ist unter Uebergang des arabischen ‘Gain in hebräisches Alef gleich arabisch מגפר die Kopf- 0 Herausgegeben von Barges und Goldberg, Paris 1857. Die hebräisch׳ arabische Sprachvergleichung des Ibn Koreis habe ich in Monatsschrift jahrg. 44 p. 487 fg. dargestellt. 2) Hier sei darauf hingewiesen, dass in diesem Vers נחל aufzufassen sein wird, gleich dem arabischen Aequivalent נכל» als Dattelpalme; vgl. hier׳■ über B. Jacob in seiner Studie über den christlich׳palästinischen Dialect in Stades ZAW 1901.

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