Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 182)
- Language
- German
- Belongs to
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17? Hier wollte Halevy nur dartun, dass ein Fehler vorliegt. Die andere Lesart im Dik. Sof. beweist die Richtigkeit der Ansicht Halevys. 51. ״S. 591. In dem Ausdrucke אמר ליה רב אשי לרבה corrigiert Halevy לרבה in רבינא. Das Münchener Manuskript hat אמר ליה רב, (רבינא) לרב אשי, die andern Manuskripte lesen אמר ליה רב אשי לרב כהנא (D. S. XII p. 284). Auch hier sieht man wieder, wie richtig das Prinzip Halevys ist, keine Notiz zu nehmen von den Aenderungen in den Manuskripten, ohne dass er selbst durch seine Forschung auf dieselben gekommen ist. Wörden wir für unsere Stelle nur ein variierendes Manuskript besitzen, wir wären sicher der Meinung, dass״ es den ursprünglichen Text darstellt. Wie verhält es sich aber in Wahrheit? In unserem Talmudtexte steht: אמר ליה רב אשי לרבה, in einem Manuskripte: יאמר ליה רב' לרב אשי in dem anderen: אמר ליה רב אשי לרב כהנא• Die zwei Manuskripte widersprechen sich nicht nur in den Namen, indem das eine רבינא, das andere רב בהנא hat, sondern auch darin, dass in dem einen R. Aschi der Gefragte, in dem anderen der Fragende ist. Daraus geht hervor, dass beide Manuskripte corrigierte Texte darstellen, bei beiden lag die falsche Lesart אמר ליה רב אשי לרבה vor; bei dem einen corrigierte man רבה in רבינא und machte daher Rabina zum Fragenden (bis Halevy kannte man nicht die Beziehungen ' zwischen R. Aschi und Rabina und wusste nicht, dass Rabina nicht der Schüler Rab Aschis, sondern sein vollkommener Kollege, ja, älter als R. Aschi war), bei dem anderen änderte man רבה in רב בהנא und machte darum רב אשי zum Fragenden. Aus alldem sehen wir, wie wir das schon auf S. 94 fg. betont haben, dass die Hauptsache in der Forschung nicht in der Benutzung der Varianten liegt; denn diese kann irre führen, sondern in der autoritativen Vertiefung in den Gegenstand, die von selbst auf die Möglicheit oder Unmöglichkeit irgend einer Lesart kommen muss. Nur nebenher kann die Variante unseres Talmudtextes als Beleg für die vorangehende Forschung dienen. Zum Abschlüsse wollen wir noch das dritte Kapitel aus dem Dorot-Har. zitieren, weil dieses sich ergänzend unseren Ausführungen am Anfang anschliesst. Der Leser wird daraus erkennen, dass