Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 164)
- Language
- German
- Belongs to
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160 43. Raba (.(רבא ״S. 478. In der Agada der babylonischen Amoräer p. 151 habe ich versucht, die Schwiegrigkeit zu lösen, welche die Erzählung in Ketubot 63a bietet, indem ich annahm, dass רב יוסף כריה דרבא, der von seinem Vater in die Schule des Rab Joseph (nach Pumbeditha) geschickt wurde, nicht Joseph, der Sohn des berühmten Raba, ist, welcher selbst ein Schüler Josephs war, sondern Joseph, der Sohn Abbas, רב יוסף בריה דרב אבא, welcher nach Erubin 7b, Baba Kamma 112b auch ein Schüler Scheschets war. In der anderen von Halevy (p. 479) zitierten Stelle Jebamot 64b: אמר ליה יוסף בריה דרבא לרבא בעי מיניה מרב יוסף handelt es sich wahrscheinlich um Joseph, den Sohn Abbas; dieser war, wie Raba, ein Schüler Josephs und er bittet Raba, eine Frage an Joseph zu richten. Hierdurch verschwindet auch die Schwierigkeit, welche die Erzählung darin bietet, dass Raba dergestalt eine Bitte an seinen eigenen Vater richtet. Hierdurch vermeidet man es auch, die Epoche, in der Rabba (1. Raba) gelebt hat, soweit in das dritte Jahrhundert hinaufzuschieben, wie es Halevy tut.“ Alles, was hier Bacher ausführt, ist Irrtum auf Irrtum. Zunächst ist es empörend, dass Bacher, ohne den Sinn der Talmudstelle zu kennen, sich erlaubt willkürlich zu ändern. Er meint, dass R. Joseph den Raba bittet, eine Frage an R. Joseph zu richten: das ist aber falsch Nicht R. Joseph bittet den Raba, eine Frage an R. Joseph zu richten, sondern jener erzählt, dass er die Frage an R. Joseph gerichtet habe. Durch diese falsche Auffassung construiert sich Bacher eine Schwierigkeit, die darin liegen soll, dass der Sohn den Vater auffordert, den R. Joseph zu fragen; allein davon ist in unserer Talmudstelle gar keine Rede. Der Sohn sagte dem Vater, dass er den R. Joseph dies und das gefragt habe und dass er dessen Antwort nicht verstanden habe; er glaube, dass R. Joseph ihn ausgelacht habe. Darauf erklärt ihm Raba, dass R. Joseph ihm im Ernste die Antwort gegeben habe. Die Stelle lautet: אמר ליה רב יוסף בריח דרבא לרבא בעי מיניה מרב יוסף הלכה כרבי ואמר לי אין׳ הלכה ברשב״ג ואמר לי אין אחיבי אחיך ״ •בי אמר ליה ייתמא הוא ופשיט לך נשיאץEs sprach R. Joseph, der Sohn Rabas, zu Raba: ״Ich fragte den R. Joseph: Ist die Halacha wie Rabbi? Er erwiderte: Ja. Ist die Halacha wie R. Simon benGamliei? Er erwiderte abermals: Ja. Er hat mich ausgelacht. Darauf sagte er (Raba): סתמא הואי.) Hat Bacher an dieser Stelle sich durch eine falsche Auffassung der Talmuüstelle eine falsche Schwierigkeit construiert und