Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 163)
- Language
- German
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1 159 An den drei Stellen steht רב חזקיה statt חזקיה %,weil er im Namen des Babyloniers Abaje tradiert und die Kopisten daher irrtttmlich רב statt 'ר stezten. Derselbe Irrtum befindet sieh an vielen anderen Talmudstellen. Hier kann es sich um keinen Babylonier R. Chiskija handeln, denn, wäre er Babylonier, so müsste er nicht nur im Verkehr mit Abaje, sondern auch mit den anderen Gelehrten jener Zeit Vorkommen; ebenso müssten Beziehungen zwischen ihm und den Lehrern jenes Geschlechtes in Babylonien vorhanden sein. Man findet ihn nur im Verkehr mit Abaje, weil, wie Halevy dartut, zur Zeit, als Abaje Schulhaupt war, grosse Verfolgungen in Palästina stattfanden und eine grosse Reihe palästinensischer Gelehrter sich auf kurze Zeit nach Babylonien wandten. Halevy zeigt von jedem Einzelnen dieser Gelehrten die Beziehungen zu Abaje und teilweise auch zu Raba. 41. ״S. 476. In Baba Kama 97b ist die Lesart רבה, welche von Halevy verworfen und an deren Stelle רבא gesetzt wird, richtig schon aus dem Grunde alleim dass der Zusammenhang (. . .. אמר ליה רבה לרב יהודה לדידך) auf Rabba hinweist, welcher an Rang und Alter dem R. Jehuda näher stand als Raba. Noch mehr ist aber die Lesart רבה durch die Manuskripte bewiesen. (Dik. Sofr. XII 235). Halevy erhält uns hier die Lesart, welche in unserem Talmudtexte steht, dabei behauptet er, dass diejenigen, welche ihn ändern wollen, weil sie meinen, dass Raba (רבא) erst nach dem Tode R. Jehudas geboren wurde, irren; er beweist auch an Ort und Stelle, dass Raba den R. Jehuda gut kannte und dass es nach der Chronologie gar nicht anders möglich ist. Mit Recht zieht er daraus die Folgerung, dass überall, wo im Talmud אמר רבא אמר ר' יהורה steht, eine Aenderung nicht nötig ist. Einen Beweis daraus zieht Halevy nicht. Was will also Bacher? 42. S. 477. In Berachot 15a hat das Münchener Manuskript ebenfalls die genauere und anderweitig bewiesene Lesart רבה statt רבא (Dik. Sof. I p. 66). Nur Rabba, nicht Raba konnte persönliche Beziehungen zu Chija bar Abba gehabt haben.“ Hierzu verweisen wir auf unsere vorhergehenden Bernerkungen zu S. 476.