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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 129

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 129)
Language
German
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125 Allein abgesehen von dem allem; zugegeben selbst, dass der Babli und Jeruschalmi verschiedene Berichte melden, es würde nur dann einen Zweck haben, zu erforschen, welcher Bericht der genauere ist, wenn es sich um die in den Berichten gemeldete Sachläge handelte; hier handelt es sich aber nicht darum, sondern nur um die Frage, ob R. Sera den B. Jochanan gekannt habe. Da nun im Babli R. Nachman bar Jizchak, ein Gelehrter, welcher etwa zur Zeit R. Seras lebte, also genau wusste, ob R. Sera den Resch Lakisch kannte, auf den Bericht im Babli Bezug nimmt, was beweist mehr als das die Behauptung Halevys, dass R. Sera den R. Jochanan und R. Lakisch gekannt hat? Allein man braucht all dies nicht; denn, wie gesagt, der Babli und der Jeruschalmi geben denselben Bericht wieder. Es ist nur zu verwundern, dass Bacher von seinen eigenen Worten keine Notiz nimmt; denn er selbst sagt zur Stelle, dass im J. Berachot 6d 36 die Redensart דהוות מן ימא לטיגנא von R. Sera angewendet wird. Dieselbe Redensart wird in Wirklichkeit bei uns im Babli zu der fraglichen Stelle von R. Sera ausgesprochen. 22. ״S 304 Die aus Aboda Sara 39a hergeleitete Behauptung, dass Levi der Agadist, Schüler des R. Jochanan, zu Lebzeiten seines Lehrers starb, ist ein chronologischer Irrtum. Aber Halevy hätte aus der im Jeruschalmi (Aboda Sara, Ende des 2. Kapitels 42a Z. 60) berichteten Parallelerzählung sehen können, dass die Stelle, welche er aus dem Babli zitiert, nicht von R. Levi, dem berühmten Agadisten, handelt, sondern von seinem gleichnamigen älteren Zeitgenossen, welcher im Talmud Jer. an der genannten Stelle und anderen (Schebiit 36d Z. 42; 39a Z 39) לוי צנבר־יא, Levi aus Sennabaris, genannt wird. Uebrigens hat das Münchener Manuskript auch im Babli Levi an Stelle von R. Levi, was die richtige Lesart sein muss; es handelt sich nicht um Levi b. Sisi, sondern um Levi aus Sennabaris.“ Bacher irrt, indem er Jer. Aboda Sara II, 9 als Parallelstelle zu B. Aboda Sara betrachtet. Im Jeruschalmi heisst es nur טלייא דליי צנבריא הוה מיזבין פירין während im Babli berichtet wird: 'עבדיה דר ליי הוה קא מזבק חילתיתא כי נח נפשי־ רר' לוי אתו לקמיה דר' יוחנן אמרו ליה מהו למזבן מיניה, אמר להו עבדו של חבר הרי הוא כחבר. Es sind also zwei getrennte Berichte. Wenn im Babli Levi aus Sennabaris gemeint wäre, hätte es dort gestanden. Wenn wenigstens im Jeruschalmi stände בי נח נפשיה". דר' לוי צגבריא אתו לקנייה דר' יוחנן •, dann hätten wir allenfalls annehmen

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