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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 114

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 114)
Language
German
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IRI
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110 worden; und im dritten stand: Wenn du es nicht annehmen willst, so gehe in die Wüste Atad, schlachte dort, und Nechunia sprenge (d. h. willst du Opfer ausserhalb Jerusalems darbringen). Er las den ersten Brief und ehrte sie, den zweiten und ehrte sie, als er den dritten las, da wollte er sie herabsetzen; sie aber sprachen: ״Du kannst es nicht, denn du hast uns bereits geehrt.“ Nun erhob sich R. Jizchak und trug vor.“ Nach Ausführungen, in denen Halevy über die Berechtigung der Kalenderbestimmung, die Zeit, in der sich unsere Begebenheit zugetragen, und anderes spricht, fährt er auf Seite 202 fort: ״Allein, wenn man die Sache untersucht hätte, dann hätte man, ״abgesehen von allen unseren Ausführungen, auch aus der Er- ״zählung im Jeruschalmi zu erkennen vermögen, dass dort not- ״gedrungen Boten aus einem anderen Lande waren, nicht Baby- ״Ionier, die bekannt und angesehen waren, sondern den Babyloniern ״unbekannte Leute. *Im Babli heisst es: ״Er machte von den Boten bekannt: ״Das ״sind hervorragende Männer ihres Geschlechtes . . Da begann ״er für rein, sie für unrein zu erklären ־ ״; darauf rief er ״aus: ,Das sind Männer der Falschheit ״ Sie aber erwiderten: ״Du hast bereits gebaut und kannst nicht niederreissen“. ״Im Jeruschalmi: ״Erlas den ersten Brief und ehrte sie, den ״zweiten und ehrte sie, den dritten, da wollte er sie wieder ״herabsetzen, da sprachen sie: ״Du kannst es nicht; denn du ״hast uns schon geehrt.“ * ״Es geht also aus beiden Talmuden hervor, dass die Boten ״Männer waren, die nicht in Babylonien bekannt waren, und ״dass erst durch R. Chananja ihre Bedeutung kundgetan wurde. ״Wie kann man daher glauben, dass diese Boten R. Nathan ״der Babylonier und R. Jizchak waren? ״R. Nathan war auch der Sohn des Exilarchen in Babylonien, ״das Haupt der ersten Familie und hochangesehen, da er auch ״zu den ersten Gelehrten des Geschlechtes gehörte; wie konnte ״man daher glauben, dass das alles mit dem Sohne des Exil- ״archen, der einzig hervorragend in Babylonien war, sich ereignete? ״Desgleichen haben wir betr. R, Jizchak bereits dargetan, dass er ״aus Babylonien war. Auch Rappoport führt im Ercch Millin unter "אב"־ aus: ״Von R. Nathan, der Ende Horiot als Ab Bet-Din be-

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