Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 110

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 110)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486269--0443-3486803
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

106 ״stellt; denn R. Nathan war ja aus Babylonien und R. Scherira ״zählt ihn hier mit seinen Worten ״von dort z. B. R. Nathan“ ״zu den Tannaim Palästinas. ״Ich fand in dem Sendschreiben R. Scheriras ed. Chof. Matm., ״statt R. Nathan, R. Jonathan. Es erklärt sich demnach von ״selbst, dass in der ed. Juchassin ein Schreibfehler sich einge- ״schlichen hat, dass aus R. Jonathan R. Nathan gemacht ״wurde und dass es auch dort heissen müsse ״von dort z. B. ״R. Jonathan“. Allein Bacher will trotzdem sagen, dass R. Nathan gemeint sei, der wohl babylonischen Ursprungs sei, den aber R. Scherira dennoch mit Recht zu den palästinensischen Gelehrten rechnen könne. Unbegreiflich! Sonst sind es gerade jene Gelehrten, die dem R. Scherira vorwerfen, dass er Gelehrte, die zu Palästina gehörten, widerrechtlich für sich und sein Land (Babylonien) in Anspruch nehme, um durch sie Babylonien den Vorrang zu geben; und hier soll mit einem Male R. Scherira einen grossen Gelehrten, der wirklich Babylonier war, und der im ganzen Talmud immer nur R. Nathan Hababli heisst, zu den palästinensischen Gelehrten gezählt haben. Noch mehr. Bacher will nicht zugeben, dass hier R. Jonathan gemeint sei, weil er nicht den R. Jehuda Hanassi überleben konnte, und setzt dafür R.- Nathan Hababli. Dieser war aber jedenfalls viel älter als R. Jonathan; denn er war אב בית דץ im Kollegium des R. Meir und dem des R. Simon ben Gamliel, des Vaters Rabbis. Ferner meint Bacher, dass R. Joschia aus Huzal, der Sohn des R. Achai bar Joschia ist, und dass er es ist, den R. Scherira zu den Tannaim zählt, die nach Rabbi gelebt haben. Bacher übersieht hier, dass selbst R. Achai bar Joschia nach Rabbi gelebt hat, s. Kidduschin 72 a: כי הוה ניחא נפשיה דרבי אמר ובו׳ בירתא דסטיא איכא בבבל היום סרו מאחרי המקום דאקפי פירא בכוורי בשבתא ואזיל וצדו בהו בשבתא ושמתינהו ר' אחי ברבי יאשיה♦ Als0 müsste R. Scherira ihn, und nicht den ihm von Bacher gegebenen Sohn zu den Tannaim, die Rabbi überlebten, zählen. Wenn ferner R. Joschia aus Huzal wirklich ein Sohn dieses R. Achai gewesen ist, so gehörte er bereits dem folgenden Geschlechte an, ist daher nicht mehr zu den Tannaim, sondern den Amoraim zu rechnen. Allein es verhält sich so, wie Halevy es behauptet und beweist.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.