Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 109)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486269--0442-3486802- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
105 ״zurück; dem entsprechen also völlig die Worte: דבי זה הוריתי בעיר רומי לאיסור וכשבאתי אצל חבמים שבדרום אמרו לי יפה הוריתה"“ Soweit Halevy. Wie man nach diesen Ausführungen sagen kann, ß. Elieser habe nicht die Koryphäen, die damals lebten, seinen Vater und dessen Genossen, gefragt, um sich bestätigen zu lassen, dass er recht entschieden habe, sondern seine eigenen Genossen, ist uns unbegreiflich. Wo sind denn und wer sind sie, diese Genossen? 8. ״S. 181. Halevy fördert hier eine willkürliche und der exakten Chronologie widersprechende Ansicht zu Tage, wenn er behauptet, dass )osija und Jonathan, Schüler Ismaels, deren Ansichten hauptsächlich im tannaitischen Midrasch erhalten sind, Jehuda I, den Patriarchen, überlebt haben und identisch sind mit ר' יאשיה דמן הוצל und ר' יונתן .1) ר' נתן), welche nach Scherira (ed. Neubauer p. 22) noch Tannaim nach Jehuda I ge׳ wesen sein sollen. Allein bei Scherira ist die richtige Lesart ר' נתץ und es handelt sich um Nathan, der babylonischer Abstammung war, aber zu den palästinensischen Gelehrten gehörte und welcher in der Halacha besonders als Gegner Jehudas I erscheint. Scherira konnte ihn ganz gut als palästinen׳ sische Autorität (מן התם) bezeichnen. Dagegen ist Josija aus Huzal eine babylonische Autorität und kann nicht mit Josija, dem Schüler Ismaels, iden׳ tifiziert werden. Um ihn von Josija, dem Zeitgenossen des Elasar ben Pedat, zu unterscheiden, nennt man Josija von Huzal ר' יאשיה רבה (s. Ag. der pal. Amor. III p. 600). Es ist möglich, das Josija aus Huzal ein Sohn des Tanna Achai b. Josija ist, welcher in Babylonien starb und welcher selbst mit Wahrscheinlichkeit als Sohn des Josija, des alten Tanna aus der Schule Ismaels, anzusehen ist (s. Ag. der Tan. II p. 393). Nach Halevy war Achai b. Josija ein Sohn des Josija aus Huzal, identisch mit dem alten Josija.“ Merkwürdig. Stützt sich Halevy auf die editio Juschassin des Scherirabriefes, so erhebt man Geschrei und macht ihm zum Vorwürfe, dass er eine ungenaue Ausgabe benutze. Weicht er dagegen da, wo die ed. Juchassin wie hier wirklich fehlerhaft ist, von ihr ab und stützt sich auf die anderen Editionen, dann tut er wieder nicht recht, dann ist die ed. Juchassin die bessere, allein verlässliche. Halevy behauptet: ״ß. Scherira Gaon sagt in seinem Sendschreiben: ״Nach ״ßabbi waren Tannaim von dort (Palästina) z. B. K. Nathan, ״ß. Simon und ß. Gamliel bar Kabbi, von hier (Babylonien) ״z. B. fi. Joschia aus Huzal“. Die Worte ״von dort z. B. ״ß. Nathan“ sind durch einen offenkundigen Schreibfehler ent-