Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 105)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3486266-3486269--0438-3486798- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
101 ist die Tatsache, dass Simon b- Jehuda fast überall nur Lehren des Simon b• )ochai überliefert, während Simon b. Menassia ebenfalls die Meinungen dieses Gelehrten überliefert. “ Bacher übersieht hier ganz das, was Halevy sagt. Gerade der Umstand, dass R. Simon ben Jehuda immer im Namen des R. Simon stam (ben Jochai) tradiert, beweist, dass hier die einzig richtige Lesart R. Simon ben Menassia ist; denn es ist ganz ausgeschlossen, dass ein Kopist irrtümlich ben Menassia hinzufügt, wenn sonst immer und überall nur R. Simon steht. Ferner ist es wohl möglich, dass ein Kopist irrtümlich etwas fortlässt, dass er aber irrtümlich etwas hinzufügt und noch zumal hier die Worte ben Menassia, ist ganz und gar unmöglich; denn, wie bekannt, kommt R. Simon (stam) an Tausenden von Talmudstellen, R. Simon ben Menassia aber nur an sehr wenigen Stellen vor. Die richtige Lesart ist daher wie in B. Ivamma R. Simon ben Menassia. Bacher beruft sich hier, wie noch an vielen anderen Stellen, auf Rabbinowitz’s Dikduke Sofrim; über unsere Stellung zu diesem Werke und die Berechtigung seiner Benutzung zu Wissenschaftliehen Untersuchungen gegenüber unserem Talmudtexte, da wo dieser keine Schwierigkeiten bietet, siehe mein ״Fortschritt oder Rückschritt44 S. 35 und ff. sowie oben S. 95. Dasselbe, was wir zu den Bemerkungen Bachers ad p. 58 ausführten, gilt auch für das, was er ad p. 59 bemerkt, wo er eine Tradition des R. Simon b. Jehuda im Namen des R. Elieser ben R. Simon nicht anerkennt und R. Elieser b. Simon ebenfalls in R. Simon ändert. Zum Ueberfluss wollen wir noch bemerken, dass Halevy die Zeit des R. Simon ben Jehuda auch ohne dies fixiert. 4. ״S. 105. Jehuda bar Simon, in dessen Namen Jochanan eine Lehre tradiert (Baba Batra 114b), wird von Halevy als zu den letzten Tannaim gehörend bezeichnet. Das ist durch nichts bewiesen Es geht vielmehr aus den von mir zusammengestellten Stellen (Ag. der pal. Amor. III p. 604 fg) hervor, dass Jehuda b. Simon (meistens ר' ילדן בירבי שמעון geschrieben) ein älterer Zeitgenösse R. Jochanans war und in Diskussion stand mit den Lehrern Jochanans» Jannai und Chanina; er war folglich einer der älteren Amoraim.“ Zunächst wollen wir bemerken, dass die Behauptung Halevys betreffend R. Jehuda b. R. Simon nur eine in Parenthese (רהתנאים