Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 104)
- Language
- German
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100 gewiesen werde, wo nur von einer Ehrerbietung dem Lehrer gegenüber die Rede ist; allein erstens heisst es im Jeruschalmi והוה ר, יונתן מפסע על קבריה, es ist also nicht ausschliesslich nur von einer Ehrerbietung die Rede; ausserdem ist folgendes zu beachten. Entweder enthält der Babli einen anderen Bericht als der Jeruschalmi; dann fällt die Einwendung Bachers in sich zusammen, oder es ist derselbe Bericht nur in verschiedener Ueberliefcrung, dann steht doch jedenfalls im Babli, dass die Lehrer des baby- Ionischen Talmuds ihren Kollegen, den Amora R. Jonathan, für keinen Kohen gehalten haben. Die Bemerkungen Bachers über die Korrektur der Namen in Jeruschalmi Ter. IX, 1 sind geeignet, ein schiefes Licht auf die diesbezüglichen genialen Ausführungen Halevys zu werfen; es ge־ nügt Halevy zu zitieren, um die Berechtigung unserer Worte darzutun. Halevy bemerkt auf S. 55 Note 25: ״Im Jeruschalmi Terumot P. IX H. 1 heisst es: 'אמר ר' אבין ר עקיבא שאל את ר׳ שמעון בן יוחאי מיבדקניה ביה הסם מבחוץ והבנים" מבפנים אמר ליה בבואבם אל אהל מוער מבואבם א^ אהל מועד"• Dies ״kann sicher nicht die richtige Lesart des Babli sein, denn dort ״heisst es ausdrücklich מבית אביך אתה למד und es ist bekannt, ״dass R. Akiba kein Kohen war. ״Es scheint sicher ein Schreibfehler im Jeruschalmi vorzu- ״liegen und es stand dort ר' י״ג שאל את ר״ס, die Abschreiber ver- ״wechselten dann רי״נ mit ר״ע.. denn in alten Handschriften ist es ״sehr leicht, das י'נ für y zu lesen. Man verwechselte R. Jonathan ״mit R. Akiba und machte dann von selbst aus ר״ס R. Simon ״ben Jochai.a 8. ״S. 58. ln der Baraita Baba Kamma 59a wird ein halachisches Stück mit den Worten ר* שמעון בן יהודה אמר משום ר' שמעין בן מנסיא eingeleitet, ln der Parallelstelle Ketubot 39a fehlen die Worte בן מנסיא. Halevy hält die erste Lesart für die genaue und fügt in Ketubot die fehlenden Worte hinzu Er findet diese Korrektur so klar, dass er daraus Schlüsse zieht, um die Epoche des Simon b. Jehuda zu bestimmen und er kommt darauf (p. 59 unten) zurück, indem er sagt: ור' שמעון בן יהודה מלבד מה שנתבאר שאמך בשם ר' שמעון בן מנסיא. In Wirklichkeit ist die Lesart in Ketubot die genaue, denn nach dem Zeugnisse von Rabbinowitz (T• 12 S. 129) fehlen die Worte בן מנסיא in allen Manuskripten einschliesslich des Münchener in der Stelle Baba Kamma. Was ausserdem noch die Richtigkeit dieser Lesart beweist’