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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 103

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 103)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486269--0436-3486796
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nicht berücksichtigt, trotzdem er sie bei einer anderen Gelegenheit (p. 76) zitiert, zeigt, dass die Unterhaltung zwischen R. Jonathan und Chija stattfand» während beide vor der Bahre des Tanna Simon b. Jose b. Lakonia hin- und hergingen. Obwohl Jonathan Priester war, hinderte das ihn nicht, seinem Lehrer die letzten Ehren zu erweisen (s. Ag. d. Tan. 11 p. 489 n. 2; 526 n- 3). — Ich verzeichne noch die Vermutung, welche von Halevy (p. 55 n. 25) aufgestellt wird, nach welcher in der Stelle Jer. Terum. IX, 1, (46d Zle. 9) ר' עקיבא שאל אח ר* שמעון בן יוחי die beiden Namen entstellt wären. ר' שמעון würde statt ר1 כימאי sein (u. man würde dort יוהי p hinzugefügt haben) u. ר״ע statt ר' י'נ eine Abkürzung von ר' יונחן. Diese Hypothese ist nicht nur durchaus gezwungen (es gibt kein Beispiel für י"י statt ר' יוגקן), sondern sie ist auch unnütz. Man muss vielmehr annehmen, dass der Amora Abin die Frage, welche nach dem babyl. Talmud von Jonathan an Simai gerichtet wird, als eine Frage hinstellt, welche Akiba an seinen Schüler Simon b. Jochai, um ihn zu prüfen, gerichtet haben würde. Divergierende Traditionen dieser Art sind nicht selten.־‘ Wir begreifen nicht, wie Bacher hier aus der Tatsache, dass R. Jonathan den R. Simai fragte, schliessen will, dass R. Simai älter und angesehener war als R. Jonathan. Um von allem anderen zu schweigen, ist gerade die zitierte Jeruschalmistelle Ter. IX, 1 gegen seine Behauptung; denn — erkennt er die Emendation Halevys an, so dass der Jeruschalmi unsern Bericht ebenfalls als Frage des R. Jonathan an R. Simai erwähnt, so steht dabei ausdrücklich ״ מיבדקניהer stellte ihn auf die Probe“, was nur der Aeltere dem Jüngeren gegenüber sich erlauben kann. Erkennt er die Emendation Halevys nicht an, so geht doch, da er selbst zugibt, dass R. Simon ben Jochai ein Schüler R. Akibas war, auch daraus hervor, dass der ältere und angesehene R. Akiba den jüngeren R. Simon ben Jochai fragte. Aus der Antwort, die R. Simai dem R. Jonathan gibt: מבית אביך אתה למד, ist nicht, wie Bacher wollte, zu schliessen, dass R. Jonathan jünger war; denn, wie Halevy auf S. 477 Anm. 121 dartut, entspricht dies durchaus der gebräuchlichen Ausdrucksweise in der talmudischen Diskussion, selbst von dem Jüngeren dem Aelteren gegenüber; so spricht Raba zu R. Nachman: ואי איתא לדרבי חנינא עבדה בה עובדא, R. Joseph zu R. Huna: אטו מי קאמיגא לך u. s. w. Bacher wendet ferner gegen Halevy ein, dass die Beweisstelle aus Berachot, aus der hervorgeht, dass der Amora R. Jonathan kein Kohen war, durch die Parallelstelle im Jeruschalmi zurück-

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