Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 102)
- Language
- German
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98 .,die Zeit des R. Simon b. Jochai eine viel spätere sei; er irrte ״auch in der Ansicht, dass die Verfügungen des Hadrian bald , nach dessen Tode aufgehoben wurden, weswegen er den Ausdruck ״der Baraita zurückwies und schrieb: ״Nach meiner Ansicht war ״das Ereignis mit R. Rüben b. Iztrabule * und die Sendung des ״R. Simon b. Jochai in verschiedenen und von einander fernen ״Zeiten, trotzdem sie in der Baraita als nebeneinander liegend ״dargestellt werden; die Zeit des R. Rüben stimmt genau mit der ״Zeit des Hadrian überein/ ״Beides ist ein geschichtlicher Irrtum; die Zeit des R. Simon ״b. Jochai stimmt noch mehr mit der Zeit des Hadrian überein, ״denn “ Die Verwirrung in der Sache war so gross, dass Grätz, auf Rappoport fussend, statt R. Simon b. Jochai, den R. Jehuda ben Schammua die Aufhebung der Hadrianischeu Verfügung erwirken liess, ohne zu wissen, dass dieser ein Schüler R. Meirs war, also ein volles Geschlecht nach R. Simon b. Jochai lebte. Das wäre alles unglaublich, allein man kann sich davon überzeugen, wenn man Halevy liest, der alles an Ort und Stelle klar stellt. Selbst Bacher hat dagegen nichts einzuwenden, was will er also mit seinen Bemerkungen, die gar nicht zur Sache gehören, um die es sich handelt. 2. Bacher fährt weiter fort: ״S. 55. In der Unterhaltung, welche uns zwischen R. Jonathan und R. Simai (Baba Mezia 90 b) berichtet wird, würde der Tanna Jonathan nach Halevy Jonathan b. Joseph, der Schüler Ismaels, sein. Allein, da nach Halevy ebenfalls Simai einer der letzten Tannaim war und er demgemäss jedenfalls viel jünger und weniger angesehen als der Tanna Jonathan war, begreift man nicht, wie die Frage des Jonathan an Simai mit den Worten בעא מיניה ר, יונתן מר, סימאי eingeleitet werden kann, und wie die Antwort des R. Simai mit den Worten beginnt מבית אביך אתה למד• Aus der Wendung der Unterhaltung sieht man, dass Jonathan sich an Simai wendet, weil dieser angesehener und älter war. Es handelt sich also um Jonathan b. Elasar, den Amora. Ich habe die Bestätigung der priesterlichen Abstammung dieses Gelehrten in dem Epitheton שר הבירה oder איש הבירה gefunden, welches seinen Namen begleitet (Agada der pal. Amor. I p. 58 n. 2.). Das Argument, welches Halevy gegen diesen Ursprung aus Berachot 18a herbeigeführt hat, besitzt keine Beweiskraft; denn die Parallelerzählung, welche man im Jer. Ber. 4 c—d (cf. Koh. rabba zu IX, 5) findet und welche Halevy