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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 98

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 98)
Language
German
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94 gungen seiner selbst. Noch wichtiger ist, dass Bacher in allen seinen Einwendungen kein einziges Mal eine Behauptung Halevys in ihrer ganzen Tragweite und Beweisführung durchgeht und sie im einzelnen zurückzuweisen sucht, sondern dass er immer nur einen einzelnen Beweis herausgreift und durch veränderte Lesarten seine Beweiskraft zu erschüttern sucht. Wer aber Halevys Werk kennt, weiss, dass im Dor.-Har. keine wesentliche Behauptung auf einem oder zwei Beweisen beruht, sondern immer auf einer langen Kette von Beweisen, von denen der eine in den anderen hinübergreift und der eine für den anderen zeugt. Sogar wenn Bacher in allen seinen Einwendungen recht fiätte — was aber, wie wir bald sehen werden, nicht der Fall ist, — wäre damit keine einzige wesentliche Behauptung Halevys zurückge״ wiesen. Hierdurch kommen wir auch auf den Grund, weshalb Halevy sich nicht mit den von Rabbinowitz in seinem Dikduke Sofrim zusammengestellten Varianten beschäftigt, was Bacher Halevy zum Vorwurfe macht. Wir verstünden einen solchen Vorwurf Gelehrten gegenüber, welche bei der Beweisführung sich mit einer oder zwei Belegstellen begnügten, und daher Gefahr liefen, bei Geltendmachung der Variante ihren ganzen Beweis zu verlieren. Nicht aber Halevy gegenüber. Er baut, wie wir bereits betonten, immer auf einer langen Reihe von Beweisen und er könnte, ohne im mindesten der Beweisführung zu schaden, den einen Beweis, für den sich die Variante vorfindet, preisgeben. Aber täte er das, es wäre falsch; denn bei einer langen Beweiskette zeugt ein Glied für das andere und tut dar, dass die Variante des einzelnen Beweises die falsche Lesart und der gewohnliche Text die richtige enthält. Da, wo uns die Variante den richtigen Text gibt, kommt Halevy durch die Sache selbst darauf, durch die Forschung, welche ihn von selbst darauf führt. Bacher selbst gesteht dieses zu, wie er es im einzelnen auf S. 147 ausführt. Zugleich aber wollen wir schon jetzt noch folgendes hervorheben, Weiteres und Ausführliches uns für einen besonderen Artikel vorbehaltend. Man ist gewohnt, jede Variante, die sich in den Manuskripten des Dikduke Sofrim vorfindet, — das Haupt-

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