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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 97

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 97)
Language
German
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93 ganzen Werke könnten noch Hunderte weiterer Stellen hinzugefügt werden. Aber auch aus den ersten Blättern haben wir nur das herausgenommen, worauf jeder Gelehrte bei irgendwelcher Forschung kommen musste; es handelt sich überall um Fehler, die in sich selbst liegen, die ohne wreitere Beweise sieh selbst richten. Fehler dagegen, die erst nach einer Beweisführung als solche zu erkennen sind, und die von Halevy ebenfalls in grosser Anzahl in derselben Abhandlung aufgedeckt werden, haben wir hier nicht erwähnt; bei ihnen wollen wir berücksichtigen, dass Irren menschlich sei. Und dann verurteilt auch Halevy jene Forscher nicht wegen dieser Fehler, er verurteilt sie wiegen jener Fehler, die zeigen, dass sie überhaupt nicht geforscht haben. Trotzdem die obigen Darlegungen nur einiges wenige von dem enthalten, was die Kritik Halevys gegenüber den bisherigen Wortführern der jüdischen Wissenschaft betrifft, so genügt es doch, um zu zeigen, dass Halevy in seinen Ausdrücken eher zu mild als zu scharf ist. Es unterliegt keinem Zweifel, dass es Halevy lieber gewesen wäre, wenn er nicht nötig gehabt hätte, seine Vorgänger zurückzu weisen; aber was sollte er tun? Um sein herrliches Gebäude errichten zu können, musste er zur Legung der Fundamente den Schutt ausheben und forträumen. Mit seiner genialen Kraft konnte er auch nicht den Weg bisheriger Forscher wandeln, die sich damit begnügten, in das alte Gewand immer neue Stückchen einzuflicken, sondern er lenkte die Wissenschaft in neue Bahnen, und das war nur möglich, wenn er jede Sache ohne Schonung mit dem richtigen Tone behandelte und im riehtigen Schritt weiterging. Halbes, das verdeckt* und verteidigt, konnte dieses Ziel nicht erreichen. n. Bacher hat aber auch Einwendungen gegen Einzelheiten des Halevyschen Werkes gemacht. Auf diese Einwendungen wollen wir ohne Ausnahme eingehen. Vorher möchten wir jedoch folgendes im allgemeinen betonen. Bacher schrieb in seiner ״Agada“über die Amoraim undTannaim Palästinas und Babyloniens. Durch die Werke Halevys sah er, dass viele seiner Ansichten hinfällig wurden und er machte Einwendungen gegen Halevy. In Wirklichkeit sind es aber keine Einwendungen, sondern Verteidi-

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