Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 76)
- Language
- German
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72 Pilz, später in Posen, dann Rabbiner in Dubno, st. 1887 74); 4) der talmudkundige Fischei Grodstein aus Lublin 75), 5) der gleichfalls gelehrte Wolf ben MordechaiSchiff aus Wollstein 76) und 6) Berliner in Krotoschin. Der liebevolle, fruchtreiche Hang zum Thorastudium, der fast sämtlichen Söhnen und Schwiegersöhnen R. Akiba Egers eigen war, wurde für diesen bald ein unerschöpflicher Freudenquell, namentlich in seinem Alter. Zum Glück hielt auch mit den steigenden Bedürfnissen der auf diese Weise wachsenden Familie der unter dem segensreichen preussischen Regiment stets zunehmende Wohlstand der Gemeinde Märkisch Friedland, das auch nach 1807 weniger als andere Städte durch Kriegs wirren und Heeresdurchzüge gelitten zu haben scheint, auch als jüngere Gemeinde nicht unter schwerer Schuldenlast seufzte, gleichen Schritt. Dazu kam, dass die glänzenden Aussichten und ehrenvollen Berufungen, die sich mit dem immer weiter dringenden Ruhmesglanze R. Akibas für denselben mehrten, wie seine Wahl in Kurnik, 1806 seine Kandidatur in Pressburg77), namentlich aber 1811 die bereits von beiden Seiten abgeschlossene Vereinbarung mit der Gemeinde Eisenstadt, die Gemeinde M. Friedland bestimmte, die höchsten Opfer zu bringen, um den überaus verehrten Rabbiner dauernd an sich zu fesseln. Kaum hatte R. A. Eger auf Anraten seiner grossen Freunde R. Abraham Tiktin (damals in Glogau), R. Jakob Lissa, R. Juda Naumburg(?)78) zu Rawitsch, und seiner Verwandten, des R. Löb Eger zu Halberstadt und R. Meir Weyl zu Berlin, sich Ende Adar 1811 entschlossen, dem innigen Wunsche seines Gemeinde- Vorstandes gemäss in Friedland zu verbleiben und Eisenstadt um Verzicht auf seine Zusage anzugehen 79), als die darüber hocher־ 74) S. ’204 1 ת. Seine Gattin Rebecca starb 1845 und ruht in Posen. 75) S. ‘ת I 199, 200, 201, auch דעת קדושים S. 175. 76) S. ‘ת I 160, 178, 179, s. auch ת' גברי von G. Kohn 36: 77) S. חום המשולש I S. 11. 78) Oder R. Abraham ben Hirsch. 79) Vorstehende Darstellung stützt sich auf ein mir vorliegendes, aus dem Nachlass des R. Abraham Tiktin stammendes Handschreiben des R. A. E. an ersteren vom 25. Adar 1811, in dem es heisst: לאשר רואה אנכי כי הרבה נביאים מתנבאים בסגנון א' גאוני זמנינו מעכ״ח והגאון ליסא, ראוויטש