Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486269--0386-3486746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
49 Ausser diesen beiden bedeutendsten Söhnen R. Akibas wurden ihm in Lissazwei Töchter geboren, von denen die ältere 1796(?) Davidsohn in Bromberg heiratete, die jüngere, שרל, geb. 1790, zunächst mit R. Abraham Mosche ben Jehuda Löb Kalischer, Rabbiner in Schneidemühl 1805—1812, vermählt wurde. An diesen richtete R. Akiba Eger das auch geschichtlich interessante Gutachten ח׳ II 25 sowie das sechste in דו׳'ה. Umgeben von diesen aufblühenden Sprösslingen, an der Seite einer beglückenden Gattin, lebte und lehrte R. Akiba Eger auf dem gesegneten Boden Lissas über ein Jahrzehnt, bis all dies lieblich-unschuldige Glück im Jahre 1790 mit einem Schlage durch ein tückisches Ereignis völlig vernichtet wurde. An dem für die Juden Polens ohnehin so verhängnisvollen 20. Siwan (2. Juni) desselben Jahres verwandelte eine furchtbare, durch die damals noch mangelhaften Rettungsvorrichtungen nicht zu hemmende Feuersbrunst innerhalb 6 Stunden die blühende Stadt Lissa in einen Trümmerhaufen; von 481 Häusern, darunter 196 im Judenviertel, blieben nur 9 erhalten48). Die meisten Lissaer darunter auch der edle Beschützer und Ernährer unseres R. Akiba, I. Margulies, waren all ihrer Habe und Güter beraubt, und konnte R. Akiba, obwohl er selbstlos noch im Vereine mit demRabbinat und den angesehensten Gemeindemitgliedern an den Beratungen und Beschlüssen über den Wiederaufbau der Judenstadt teilnahm 4y), die Trümmer seines eignen Glückes nicht wieder aufrichten. Seine florierende Jeschiwa löste sich auf und er — der nunmehr sorgenvolle Familienvater — musste das liebgewonnene Lissa verlassen, zum tiefsten Leidwesen seiner ihm in Liebe und Verehrung zugetanen, sich nur schwer trennenden Freunde 0יי), und den Wanderstab ergreifen. Zwar fand der ratlos unglückliche, Ulla Frankfurter), und der mit R. A. korrespondierende י הושיע הע״צל רוקה. (S. 'DI 212)’ 48) S. Wuttke, S. 359 und Lewin S. 69 ff. >9) S. Lewin S. 72. 50) בי מי בל בשי יודע שמך ושמעך לרוממותך לא יחד אף כי עדת חביריך בני ליפא הדביקים בך מאד מאהבה רעיך ואנשי בריתך אשר היית למו לברות ויושעשועות נפשם ידאב נפשם רפי־ידת משוש מנגינתם כולם יאמרו אליך עצם מעצמינו איך נוכל לעזבך. Aus dem Gratulationsbrief des R. Noah, s. Lewin Teil*IIL) tei ... J 4