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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1904-01-01 · II. 1904 - 5665 (1904) · page 45

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
II. 1904 - 5665 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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41 Hier in Lissa konnte R. Akiba Eger auch, mehr als irgendwo, nicht nur durch Schüler, sondern auch durch Genossen lernen, da ihn ein auserlesener, durch mannigfache Geistes- und Charaktervorzüge mächtig fördernder Verwandten- und Freundeskreis beständig umgab. Zu Ersteren zählte sein gelehrter Schwager R. Josua Feil)elmann, seit 1794 I)ajan in Lissa, sowie sein Blutsverwandter, der weltgewandte und gediegene, 18 Jahre ältere Talmudgelehrte R. Meir Weyl, ein Schüler R. Hirsch Janows (Fürth), seit 1783 Rabbinatsassessor in Berlin, von wo aus er, wie noch zu erwähnen, den regsten, brieflichen Verkehr mit R. Akiba Eger unterhielt. Zu seinen intimsten Freunden gehörte der Sohn des damaligen Oberrabbiners von Lissa, nach dessen Tod 1797 Rabbinatsassessor daselbst, R. Secharja Mendel ben R. David Tewele Horochow. Gleich bei dem Einzuge R. Akibas schloss er sich ihm in innigster Freundschaft an, war bis zu seinem Weggange sein eifrigster Studiengenosse11) und setzte auch nach der Trennung den Gedankenaustausch mit ihm brieflich fort12). Er starb 1809 als Rabbiner von Inowrazlaw13). Zu seinen Freunden zählten ferner der um Vieles ältere, bereits 1770 als Dajan von Lissa fungierende R. David Tewele ben Mordechai Zickel aus Grätz, der schon gleich nach 1787 ein wohl erst nachträglich schriftlich ausgearbeitetes Gutachten R. Akiba Egers u) trotz der vorangegangenen Entscheidung des Ortsrabbiners und später dessen Zustimmung zu seiner eigenen Ent- Scheidung15) einholt; ferner der sehr gründliche, gleichfalls ältere Talnuidforscher R. Juda L ö b K a 1 i s c h e r. Verfasse!־ der החזקה t, seit 1807 Dajan in Lissa, der mit R. Akiba auch in verwandschaftliche Beziehung trat und noch kurz vor seinem Tode (1822) dessen Gutachten16) erbittet;ferner der 1801 verstorbene Jakob ben Jizchak 11) Die Angabe Waldens s. v. und des ihm folgenden Lewin (a. a. 0• S. 202), dass R• S. Mendel mit A. E. 15 Jahre gemeinschaftlich studierte, beruht auf einem Irrtum, da Letzterer kaum 11 Jahre in Lissa weilte. 12) Vgl. 'ת H 70 und 71. 13) S. Lewin S. 202. 1fl S. ת׳ H 36. 15) S. ת׳ I 56. 16) s. 'n I 66. 3*

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