Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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82 dazu auch das Gesetz der Vererbung־ bei, nach welchem die uubegrenzte Liebe seiner Vorfahren zum Talmudstudium seine geistige Entwicklung yoii vorn herein bestimmte. Unter seinen Ahnen väterlicherwie mütterlicherseits waren hochverdiente, weithin berühmte Talmudgelehrte. Unter den Letzteren, die sich bis in das siebente Geschlecht hinauf verfolgen lassen4) und in dem deutschen Halberstadt ihre Heimat hatten, ist der bekannteste der Gross- und Namensvater unsereres R. Akiba, LI. Akiba Eger der A eltere, Verfasser der משנת דר'עקיבא und handschriftlicher Glossen zu יו ד und den Responsen שב יעקב. Derselbe, der auch mit Jonathan Eibenschütz und Meir Eisenstadt correspondierte5), starb 15. Elul 1758 als Rabbiner zu Pressburg im 38. Lebensjahre und hinterliess ausser seiner Tochter G i 11, der edlen und frommen, in jüdischem Wissen gebildeten Mutter des R. Akiba, den auf diesen am meisten einwirkenden, berühmten Talmudisten Rabbi Benjamin Wolf Eger6), der sich mit der Tochter des Breslauer Rabbiners Jizchak Joseph Teomim vermählte, auch mit R. Jecheskel Landau und dem Rabbiner Saul ben Hirsch zu Frankfurt a. d. 0. verschwägert war und mit ersterem in gelehrtem Briefwechsel stand, später Rabbiner in Zülz (Schlesien) und 4) Nach Auerbach, Geschichte der israel. Gemeinde Halberstadt S. 33 hatte der Studlan R. Meier Ginsmann [!], gest. in Halberstadt 1672, 2 Söhne I R. Eliah Eger Parnass, st. 1705 daselbst und R. David Ginsmann, Rabb. in | Schlesien, st. 1694 R. Lob Eger Parnass st. 1750, in Halberstadt Parnass Eliah Eger, st. 1761 u. Parnass Simcho Bunim Eger, st• 1764, beide | in Halberstadt, R. Akiba Eger der Aeltere, R. Meier u. R. David Eger. R. Akiba Eger, der Ältere, war vermählt mit Jitl, der Tochter des reichen Sabel Leidsdorf zu Wien, gest. 1752, dessen gleichnamiger Nachkomme, ein vielfacher Millionär, unlängst in Amerika kinderlos starb und durch seinen Nachlass die ganze Familie A. Egers in grosse Aufregung versetzte. 5) Vgl. בני אהובה des Jon. Eibenschütz. S auch Anhang zu חרושים des R. A. Eger ed. Wolf Eger S. 13 und I Nr. 88 sowie weiter Anm< Nr. 22. 6) s 'n I 30, 65, sowie יו״ד 11שו״ת נו״ב Nr. 114• R.B. Wolf E. ist Vater des R. Akiba Eger III, der zu Halberstadt 1824 starb (S. I 177 und II 104), und des R. Jacob Schmarja, Grossvater des 1854 daselbst verstorbenen Rabbinats•׳Assessors R. Joseph Eger und Urgrossvater des Herausgebers des Diwans des Abraham ibn Esra, Dr. Jacob Egers, Lektors in Berlin, gest. 1893.