Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 322)
- Language
- German
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316 bewältigen liess. Das im Anhang gegebene Verzeichnis der im Werke erwähnten Autoren und Werke, wie auch das der erwähnten Länder und Städte erachten wir als sehr wertvoll. Es mögen hier nun einige Bemerkungen folgen. S. 8 führt א״ח die Wunschformel beim כרית wie Maimonides — gegen Talmud Babli— an:'כשם שהכנסתו וכו; richtig verweist der Herausgeber auf 'ש״ך רס״ה ס״ק ג, wo die verschiedenen Lesarten besprochen werden. Hier wäre nun aufmerksam zu machen auf תוספות שבתקל׳ז, die כשם שהכניסו lesen, nicht wie פרישה anführt, der in 'תוס liest הכנסתו. Durchaus auffallend ist aber die Lesart, die wir bei Jacob Anatoli in מלמד התלמידים antreffen: ולפיכך צוו רבותינו ז״ל לומר כשם שהכנסתיו לברית כן אכניסהו לתורה ולחופה ולמעשים טובים . Es wäre der Mühe wert zu forschen, woher diese Formel stammt. S. 227 bemerkt der Herausgeber in Note 'פי' ספרי דתם :ל; man wäre aus der Begründung, die dem Verbot des Bücherverkaufens beigegeben ist, versucht zu vermuten, dass dieses Verbot ein allgemeines sei, weil eine Verwendung der Bücher zu befürchten sei, die zu der jüdischen Gesinnung im Widerspruch stehe, wie es beispielsweise bei לבונה der Fall sei. Im übrigen vergleiche man אור זרוע פסקי ע׳’א סי׳ ק״ל. S. 522, Note 'ב ist wohl ein Versehen unterlaufen; es kann nicht בחינת עולם שער הגאוה, sondern muss חובות הלבבות שער הכנעה ם׳ ב' heissen. S. 524, Note 'ד. Allerdings ist der Vers וישמע משה richtig angezogen, eine Beziehung auf מתאוננים wäre hier nicht־ verstündlich. S. Sanhedrin 110 b. An den Abschluss des eben genannten Werkes reibt sich würdig das mit diesem Jahrgang begonnene ספר העתים an. Wir haben hier inhaltlich ein wertvolles Werk vor uns aus der Zeit Alfassi’s, und das von den älteren Religionslehrern vielfach citiert wird. Das Werk hat aber auch in Herrn Rabb. J. Schor einen seiner würdigen Bearbeiter gefunden, an dem wir nur das auszusetzen haben, dass er sich nicht genug als Meister in der Beschränkung gezeigt. Sein erstaunenswertes Wissen und seine scharfsinnige Auffassung des gegebenen Stoffes hat ihn nicht selten dazu verführt, die dem Herausgeber und Bearbeiter eines Werkes gesetzte Schranke durch Excurse in benachbarte Gebiete