Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 299)
- Language
- German
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293 וביוצא כו אסור lies ויהיה אסור, h 12 תטלנו der Ausgg. dürfte beibehalten werden; wenn nicht, dann würde dafür jedenfalls תנביהנו besser passen als die vorgeschlagene Änderung. VI, 6. S. 25 h 2 הרכבתו? Anstatt des unverständlichen חלטיה der Ausgaben hat R. Joseph Caro (im בסף בישנה zu Hilchoth Sabbath XIX, 13) im Zitat aus unserer Stelle: לעובי חמרה, das beibehalten werden kann, j h 3/4 או נחושת hat im Arabischen kein Äquivalent, es scheint ein Zusatz des Übersetzers oder eines Ab- Schreibers zu sein, um das zu בסף hinzugefügte או ניר => וזולתו דאלך) näher zu bestimmen. Im Talmud 65 a wird nämlich der Zweck des Auflegens der Münze besprochen, um die Frage zu beantworten, warum gerade eine Münze auf bezw. unter die Wunde gelegt werden soll, und dabei wird u. a. gesagt, wenn die Heilwirkung nur in der Prägung ihre Ursache hätte, könnte man auch פולסא nehmen (אלא משום צורתא נעביד פולסא). Über die Bedeutung von פולסא sind die Meinungen geteilt; Raschi erklärt: עגול של עץ, 'Arueh (s. v. מטבע של נחושת :(בת ארעא. Nach Raschi wäre also unter סלע auch eine Münze aus anderem Metall als Silber zu verstehen und nur Holz ausgeschlossen, und dieser Ansicht scheint Maimonides zu folgen*). Allerdings scheint es befremdend, dass Maimonides im Gegensatz zum Talmud die Heil- Wirkung ausschliesslich der Prägung zuschreibt (ייאן באצייה אלנפע אנמא הו פי אלנקש), wonach פולסא wohl zulässig und seine Worterklärung: ״Münze aus Silber oder anderem Stoff“ nicht unbedingt Hilchoth Nedarim xi, 2 sagt: ואין אומרין הואיל ונמצאו י ו דעי ן בהחלת השנה אין צריבין בדיקה אלא בורקין אותן את בל השנה הזו כולה• R. Josef Caro (im בסף משנה »• st.) rechtfertigt diese Abweichung mit der Vermutung, dass dem Maimonides eine andere Lesart im Talmud Vorgelegen habe. r. Jakob Ettiinger (ערוך לנר על מס' נרה דף ס' ע״א ד״ה אימא) widerspricht ihm und meint, aus dem Mischnakommentar אם ישאלום ל' יום ימצאם שלא יבינו נסתלקה חקירתם) gehe hervor, dass Maimonides im Talmud so wie wir gelesen haben müsse. In der Tat aber stimmt das Original (ed. Derenbourg III S. 144) mit dem Kodex überein und ist somit R. Joseph Caro’s Vermutung bestätigt und die allerdings sehr geistvolle Erklärung in ערוך לנר, deren Gntndgedanke anderwärts sehr wohl zur Aufklärung scheinbarer Widersprüche zwischen Mischnakommentar und Kodex dienen kann, hier entbehrlich. *) Vergleiche den Hinweis darauf in meines Onkels R. Salomon Bamberger in Sennheim) לימור עריך על מם' שבת, fol. 5,י b, Anm. ק׳יה•