Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 293)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3486266-3486267--0293-3486652- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
JJ87 indes und eine bessere Verwertung derselben für das Verständnis der Mischna nicht zu erwarten. — Im folgenden sollen vorstehende Behauptungen an der Hand der neuesten Veröffentlichungen im einzelnen erwiesen und damit zugleich das positive Ziel angestrebt werden, dass fernere Bearbeiter zu gewissenhafterer Berücksichtigung der bezeichneten Erfordernisse angeregt werden. Es sollen aber auch die bereits vorliegenden Editionen durch die nachstehenden Bemerkungen und Berichtigungen ergänzt und das Studium der betreffenden Traktate auch in den Kreisen derjenigen gefördert werden, welche mangels Kenntnis des Arabischen nicht imstande sind, sich selbst auf Grund des Originals die Übersetzung zu verbessern. — Das letzverflossene und das laufende Jahr haben, soweit mir bis jetzt bekannt wurde, sieben Arbeiten auf unserem Gebiete gebracht, Simon hat den Kommentar zu מועד קטן und zu3 Abschnitten (V—VII) des Traktats שבת, Sik den Traktat תענית, Kallner die erste Hälfte (I—II) desselben Traktats, Hirschfeld die erste Hälfte (I—IV) des Traktats יומא, Nurock קדושין, Fried תמיר und Hamburger die Einleitung zur Mischna herausgegeben. Auf letztgenannte Arbeit hoffe ich später eingehen zu können (gegenwärtig war mir Pococke’s Porta Mosis, deren Vergleichung mir an manchen Stellen notwendig schien, nicht zugänglieh); ich beschäftige mich zunächst nur mit den sechs übrigen. — Bei meinen Berichtigungen habe ich im allgemeinen von offenkundigen und leicht zu verbessernden Druckfehlern abgesehen, welche der Leser ohne weiteres erkennen kann, sodass er durch sie nicht zu sachlichen Irrtümern geführt wird; ebenso habe ich auf ungenaue und unvollständige Übersetzungen und störende Arabismen u. dgl. nicht hingewiesen, wo anzunehmen ist, dass diese auf den Übersetzer zurückgehen und deren Beibehaltung das Verständnis nicht beeinträchtigt. Ich zitiere mit Angabe der betreffenden Mischna nach Seiten- und Zeilenzahlen, wobei die Zeilen der rechten (arab. Text) und der linken (hebr. Übersetzung) Spalte, wie bei Derenbourg’s Berichtigungen zum ersten Bande seiner 10^1>^טהרות^ gesondert gezählt sind, und wobei ich erstere mit ״a“, letztere mit ״h“ bezeichne, — Auf die Textkritik der Mischna gehe ich im allgemeinen, da sie nicht Hauptzweck der besprochenen Veröffentlichungen ist, nicht ein; die Verwertung 19*