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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 288

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 288)
Language
German
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Deminutiv-Bildungen im Talmud. Von Rabbiner Dr. Leopold Wreschner in Samter. Das Bedürfnis nach Verkleinerungsformen ist ein so natürlickes und allgemein verbreitetes, dass das Vorhandensein von Deminutivis a priori in allen Kultursprachen angenommen werden darf. Trotzdem ist innerhalb des biblisch-hebräischen Sprachgutes nur ein einziges, auf |1 endendes Verkleinerungswort, nämlich ptPR, mit Sicherheit zu finden. *) Um so merkwürdiger muss darum die grössere Mannigfaltigkeit von Deminutiv-Bildungen erscheinen, die uns in dem spät-hebräischen Sprachidiom der Mischna und der mit ihr sprachlich verwandten Literaturgebiete des Talmuds und des Midrasch entgegentritt. Im folgenden wird eine Zusammen- Stellung der dort vorkommenden Verkleinerungsformen und -Wörter versucht, ohne jedoch auf Vollständigkeit Anspruch zu erheben. — Am häufigsten scheinen in der Mischna Deminutivformen durch Wiederholung des 2. und 3. Stammbuchstabens gebildet zu sein, während sie im Syrischen — auch fast nur mit Wiederholung des letzten Radikals — nur sehr vereinzelt (vgl. Nöldeke, syr. Gram. § 122), im Biblisch-Hebräischen aber diese Bildungen zur Bezeichnung rascher Bewegungen, namentlich der Farben (,סחרחר ירקרק), gebraucht werden. Dahin gehören: *) Vielleicht darf man dahin auch das für die minder strenge Ruhefeier der Festtage gebräuchliche שבתון als Demin. von שבת rechnen (vgl. aber Exodus XVI, 23).

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