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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 283

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 283)
Language
German
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IRI
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277 Nachfolger des R. Joschija war. An vielen Stellen finden wir Kontroversen zwischen ihm und Rab* 1), und nicht selten berücksiehtigt Rab trotz seiner abweichenden Ansicht die Meinung des R. Assi2). Die hervorragendsten Schüler von Rab, R. Hunna und R. Jehuda3), waren zugleich auch seine Schüler und überliefern Halachot in seinem Namen4). Er starbin Babylonien kurz nach Rab°). Zu den Genossen Rabs in Babylonien zählt auch Seira, der mit einem späteren Amora gleichen Namens, einem Zeitgenossen und Kollegen des R. Hunna und R. Jehuda, nicht verwechselt werden darf. Der erste Seira war ein Schüler des R. Chija6), wahrscheinlich zu einer Zeit, als dieser noch in Babylonien war. Hervorragende Schüler von ihm waren R. Jehuda7) und R. Chija bar Aschi8). Auch er erscheint in Kontroverse mit Rab9), ferner auch mit Samuel l°) und R. Assi11). Im Jeruschalmi findet sich der Name Seira ebenfalls an vielen Stellen, wo der Zusammenhang zeigt, dass nur der erste Seira gemeint sein kann12). Einen hervorragenden Platz nimmt noch Mar Ukba I. ein, der in Kafri lebte und dort ein9 grosse Zahl von Gelehrten um sich hatte13). R. Scherira bezeichnet ihn als Resch Galutha. Er ist zu unterscheiden von dem späteren Mar Ukba, einem Zeitgenossen des R. Elasar und R. Seira14). Ein Schüler Mar Ukbas I. ist R. Chisda15), der ebenfalls seinen Wohnsitz in Kafri hatte. Die wenigen Männer aus jener Zeit, deren Namen uns im Talmud überliefert werden, sind natürlich nur die hervorragendsten unter ihren Zeitgenossen; ausser diesen führenden Geistern gab es zweifellos noch eine grosse Anzahl, die nicht namhaft gemacht sind, und wir können es deshalb als sicher betrachten, dass auch vor Rab schon in Babylonien ein reges geistiges Leben blühte. Mit der Ankunft Rabs und mit der Einrichtung der Metibtas wurde freilich die Thorakenntnis auch in Gegenden getragen, wo sie früher nicht heimisch gewesen war, und das Geistesleben nahm jetzt einen Aufschwung, der lange Zeit fortwirkte und dessen Frucht uns in dem Riesenwerk des babylonischen Talmuds vor Augen liegt. ב) Ketubot, 48; Kidduschin 46 u. a. -) Sanhedrin 29; Megilla 5 u.a. 3) Tosaphot Berachot 34. 4) Baba Kama 39; Ketubot 105 u. a. 5) Nidda 36. 6) Sabbat 157. 7) Aboda Sara 61 u. a. 8) Joma 77. l)) Baba Kamma 30; Jebamot 21 u. a. 10) Gittin 24. 11) Ketubot 13. 12) Jerusch. Kilajim IX, 1 u. a. 13) Kiddusch. 44. 14) Gittin 7 u. 65. 15) Ketubot 70; Aboda Sara 27 u. a. 18**

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