Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 254)
- Language
- German
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248 der Metibta auch sonst viel ältere Gelehrte Genossen nannte, ist aus Chullin 95 b bekannt, wo er den Samuel, welcher noch ganz zum ersten Amoraim-Geschlecht gehört, im Brief,״ לקרם חברינן שבבלunser Genosse in Babylonien“ anredet. E. Jonathan ist der Freund E• Jannai’s, E. Chanina’s und E. Josua b. Lewi’s, und sie werden in der Gemara sehr oft zusammen genannt. Gen 0 ss en. Wenn von E. Jochanan gesprochen wird, denkt, wer auch nur einige Kenntnis vom Talmud hat, sofort an seinen Freund und Genossen E. Simon b. Lakisch. Wären die Lebensschicksale dieser beiden leuchtenden Gestalten auch nicht vielfach miteinander verknüpft, so würde sie doch die gemeinsame geistige Arbeit uns als unzertrennlich erscheinen lassen. Wie viele Lehrsätze überliefern sie gemeinsam und, wie viele werden uns klar und verständlich durch die Diskussion, durch den Streit der Meinungen diesser Gewaltigen! Mehr als tausend Blatt sind es sicher in beiden Gemara’s, aus denen uns Beider Namen neben einander Belehrung verheissend entgegenleuchten. Baba mezia 84 a werden in einer Agada die wichtigsten Lebensumstände E. Simon b. Lakisch’s von seiner Hinführung zur Thora durch E. Jochanan bis zu der merkwürdigen Ursache seines Todes kurz zusammengefasst. Für die Klarheit unserer weiteren Ausführungen ist es nötig, eine Uebersetzung dieser Agada hier folgen zu lassen. ״Eines Tages badete E. Jochanan im Jordan. Eesch Lakisch sah ihn und sprang ihm in den Jordan nach. ״Deine Kraft gehört der Thora“, sagte da E. Jochanan zu ihm. ״Deine Schönheit gebührt den Frauen,“ war Eesch Lakisch’s Gegenrede. ״Wenn du umkehrst,“ sagte E. Jochanan, ״gebe ich Dir meine Schwester, die noch schöner ist, als ich, zur Gattin“. Eesch Lakisch nahm hierauf das Thora- Studium auf sich. Als er nun zurück wollte, um seine Kleider zu holen, vermochte er es nicht mehr. E. Jochanan lernte dann mit ihm Bibel und Mischna und machte ihn zu einem bedeutenden Manne. Eines Tages disputierten sie im Lehrhause bezüglich der Mischna Kelim 14, 5 wann die dort genannten Waffen und eisernen Werkzeuge als fertig hergestelltzu betrachten seien. E. Jochanan sagte : ״Nachdem sie aus dem Ofen gekommen“. Eesch Lakisch : ״nachdem sie durch Wasser geglättet“. Da sagte E. Jochanan zu ihm: ״Der Eäuber kennt, was zum Eäuberhandwerk gehört.“ ״Und