Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 252)
- Language
- German
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246 hast Du Bibel gelernt?“Er antwortete: ״Bei R. Hamnuna in Babylonien“. Darauf dieEntgegnung: ״Wenn Du dorthin heruntergehst, sage ihm, dass er dich zum Gelehrten (חכים) ernenne. ״Da wusste er, dass er bei Lebzeiten Rabbi’s nicht ernannt werden würde“. Nach dessen Tode wollte es sein Sohn tun, aber er nahm die Ernennung nicht an und sagte: ״Ich nehme die Ernennung nicht an, bis du vor mir den R. Ephes ernannt hast“. Dann wird dort der Ausspruch R. Chanina’s gebracht, er wisse nicht, ob er wegen jenes Verzichtes alt geworden sei, oder weil er beim Hinaufgehen von Tiberias nach Sipporis einen Umweg gemacht, um R. Simon b. Chalaphta zu begrüssen. Vom hohen Alter R. Chaninans finden wir auch sonst berichtet, so an der bekannten Stelle Chullin 24 b, dass R. Chanina als Achtzigjähriger auf einem Fusse stehend den Schuh aus- und anzog. R. Chanina sagte: ״Das warme Wasser und das Oel, mit welchem meine Mutter mich salbte, diese waren mir im Alter nützlich“. Wir finden noch, dass alle die Grossen des zweiten Amoraimgeschlechts Schüler R. Chanina’s waren, selbst diejenigen, die erst spät von Babylonien kamen und dort noch Rab’s Schüler gewesen waren. R. Chanina ist jedoch ziemlich sicher bei der obenerwähnten Ankunft R. Kahana’s in Palästina, spätestens 4007, nicht mehr unter den Lebenden gewesen, denn sonst würde Rab dem R, Kahana nicht nur R. Jochanan, sondern auch R. Chanina genannt haben. Wir können also schliessen, dass auch R. Chanina um 4000 (240) gestorben. Einer der hervorragendsten im ersten Amoraimgeschlecht ist R. Jannai, der vor allen als Lehrer R. Jochanan’s anzusehen ist. Das Meiste, was R. Jochanan von seinen Lehrern unter den ersten Amoraim tradiert, trägt den Namen R. Jannai’s. R. Jannai war sehr reich und errichtete in seinem Wohnorte Achbara, der ungefahr eine halbe Stunde von Sipporis entfernt lag, eine Stiftung, wonach die Insassen seines Lehrhauses einen grossen Grundbesitz als Eigentum bearbeiten sollten, um durch deren Ertrag ihr Leben zu fristen. Dieses Lehrhaus R. Jannai's blühte, solange überhaupt Hochschulen in Palästina existierten. Zu den Lehrern R. Jochanans gehörte nach Sabbath 112 auch Chiskia, derjenige von den beiden herrlichen Söhnen R. Chija’s, der denR. Jehuda Nessia überlebte. Sein Bruder R. Juda der ein Schwiegersohn von R. Jochanan’s Lehrer R. Jannai, war lebte jeden-