Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 251)
- Language
- German
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245 mittlerweile selbst grosse Bedeutung erlangt hatte, weniger weil er noch des Unterrichts bedurfte, als besonders deshalb, weil er seinen grossen Lehrer begrüssen und ihm Ehre erweisen wollte. Um das Jahr 4000 (240) haben wir den Tod R. Hoschja’s zu setzen. Neben R. Hoschja findet sich der glänzende Name R. Chanina b. Chama’s in der Reihe von R. Jochanan’s Lehrern. R. Chanina war aus Babylonien wie R. Chija, der als sein Lehrer gilt. Vor 180 d. 11. Z., dem Todesjahr des Markus Aurelius Antoninus, finden wir ihn in der Gesellschaft Rabbi’s, da ja Antoninus ihn einstbei diesem antraf. (Abodasara 10b). Er kam nach JeruschalmiPea 7.8 schon mit einem Sohne nach Palästina und haben wir ihm ein Alter von ungefähr 60 Jahren bei seinem Zusammentreffen mit Marc Aurel zuzusprechen. Nach dem Tode Rabbi’s 8950— 8955 (190—195) muss er noch lange gelebt haben, denn er glaubt sich eines hohen Alters würdig gemacht zu haben, weil er nach dem Hinscheiden Rabbi’s das hohe Amt nicht annahm, das auf Wunsch Rabbi’s dessen Sohn, der Nassi R. Gamliel, ihm anbot, sondern dasselbe dem R. Ephes überliess. Die Jeruschalmistelle Taanit 4,2 lehrt uns eine Anzahl wichtiger Daten aus dem Leben R. Chanina’s. Wir sehen daraus besonders deutlich, dass das vielfach missverstandene Wort des sterbenden Rabbi, man solle den Chanina an die Spitze stellen, nicht die Nachfolgerschaft im Vorsitze der Metibta meinen kann, dass mit dem ומני לר' חנינה ב״ה בראשה des Jeruschalmi und dem הנינה בר המא ישב בראש desBabli Ketubot 103 b. nicht die Bekleidung R. Chaninasmit Rabbi’s Fürstenwiirde gewünscht wird. Dass R. Chanina aus Babylonien stammt, lang in Sipporis sich aufhielt, und dass er nach Rabbi noch viele Jahre lebte, ergibt sich ebenfalls daraus. Die Er- Zahlung dort lautet folgendermassen: ״Rabbi berief niemand dauernd zu einem Amt; wenn die Berufenen nicht würdig waren, setzte er sie ab. Bei seinem Tode trug er seinem Sohne auf, er solle es nicht so machen, sondern die Ehrenämter dauernd besetzen und den R. Chanina an die Spitze stellen. Und warum hat er selbst ihn nicht an die Spitze gestellt? R. Drusa sagte, weil die Bewohner von Sipporis als von einem Landsmann von ihm reden würden. Und wegen des Geredes tat er so? R. Lasar b. R. Jose sagte: ״Weil er ihn einst öffentlich bezüglich eines Schriftverses verbesserte.‘* Rabbi sagte dann zu ihm: ״Wo