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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 250

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 250)
Language
German
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244 wir damit auch, dass an den Hochschulen in Palästina dieselbe Einrichtung der Wiederholungen in 30 jährigen Zyklen bestand und, was uns hier angeht, dass R. Jochanan eine ähnlich lange Regierungsdauer beschieden war wie R. Aschi. Lehrer. Im Lehrhause Rabbi’s sehen wir R. Jochanan noch in früher Jugend, auch zu Lebzeiten R. Gamliel’s, des Sohnes Rabbi’s, gehört R. Jochanan noch zu den jüngeren Schülern; erst zur Zeit R. Jehuda Nessia’s, des Enkels Rabbi’s, der ungefähr 10 Jahre nach ihm als Fürst und Vorsitzender des Synhedrin seinem bedeutenden Vater, dem ebengenannten R. Gamliel, folgt, tritt R. Jochanan unter den Schülern des Lehrhauses in die vorderste Reihe. Die grossen Genossen R. Jehuda Nessia’s, R. Hoschja, R. Chanina, R. Jannai, die dem letzten von einem Nassi präsidierten Synhedrin angehörten, sind die Lehrer R. Jochanan’s. Unter den Führern dieses Geschlechts, die noch zusammen mit den überlebenden Genossen Rabbi’s unter seinem Sohne und Enkel jener Versammlung angehörten, welche die zwei oder drei letzten Bemerkungen der Mischna hinzufügte, und welche durch die Baraitas, die zur Erläuterung der Mischna dienten, den Amoraim die Mischna klar und deutlich überlieferten, ragt besonders R. Hoschja hervor. Sein Schüler R. Jochanan sagt von ihm: ״R. Hoschja war zu seiner Zeit, was R. Meir in der seinen gewesen.“ ״Vater der Mischna“ nennen ihn R. Simon b. Lakiseh und R. Elasar, wohl weil die erläuternden Baraitas nach R. Chija besonders ihm zu verdanken sind. R. Hoschja lebte in Sipporis, wo wir ihn im Verkehr mit Rabbi’s grossen Genossen finden; mit R. Chija, R. Ismael b. R. Jose, Bar Kappara verkehrt er schon wie ein Gleich־ stehender. Dem Fürsten R. Jehuda Nessia ist er, was dessen Grossvater Rabbi R. Chija gewesen, und im steten Verkehr mit R. Juda Nessia finden wir R. Hoschja, so lange dieser Fürst lebte< in Sipporis. Zu Rabbi’s Zeit schon hatte sich R. Hoschja mit seiner Familie in Sipporis niedergelassen, dort wurde R. Jochanan sein Schüler, und dort blieb auch die Familie, als ihr greises Oberhaupt bald nach dem Tode Re Juda Nessias nach Cäsarea übersiedelte. Dreizehn Jahre lebte er noch in Cäsarea, hier suchte ihn R. Jochanan auf, zuerst von Sipporis und dann von Tiberias kommend. Nach Cäsarea ging aber R. Jochanan, der

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