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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 221

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 221)
Language
German
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215 riker; (nach Halevy war er ein Sohn des R. Jehuda Nessialll). Wer jedoch die Zeit der Patriarchen und des Kaisers Julian berlicksichtigt, wird finden, dass das unmöglich ist; denn Julianus regierte von 361362־, während Hillel damals noch nicht Patriarch war, sondern entweder sein Vater R. Jehuda Nessia II oder sein Grossvater R. GamlieP. Soweit Frankel. Alle diese Ausführungen Frankels werden von Halevy über den Haufen geworfen, und durch überzeugende Beweise wird dargetan, dass jene Patriarchen zu anderen Zeiten lebten. Wir wollen zunächst, um nur Einiges herauszugreifen, an die letzten Ausführungen Frankels anknüpfen. Also Frankel meint, dass der Patriarch Hillel nicht zur Zeit Julians gelebt haben könne, der von 361-362 regierte; den Grund dafür bleibt er uns schuldig, dagegen vergisst er ganz und gar die unbestrittene, allgemein bekannte Tatsache, dass der Patriarch Hillel es war, der im Jahre 359 die Kalenderberechnung feststellte*. Vgl. damit Nachmanides im Sefer Hasechut, Traktat Gittin und R. Hai, erwähnt von R. Abraham bar Chija in seinem Sefer Haibbur ed. Philipowski S. 79, angeführt bei Halevy Teil II Seite 25. Die Zeit des Patriarchen Hillel entspricht also ganz genau der Zeit Julians. Ausserdem widerspricht sich Frankel in seinen eigenen Worten. Im jerus. Talmud Erubin 3, H. 9 heisst es: R. Jose schickte ein Schreiben an die Juden Alexandriens, welches lautete: ,,Trotzdem wir Euch die Ordnung der Feste geschrieben haben, ändert nicht den Brauch Eurer Väter s. A.tt — Frankel entscheidet sich in den Zusätzen S. 147. bei dieser Talmudstelle für die Erklärung des Kommentators des jerus. Talmuds und meint, dass hier die durch feststehende Kalenderberechnung festgesetzte Zeit der Feste gemeint sei, dass sich das Ganze kurze Zeit nach R Abaliu ereignet habe, und man mithin damals bereits nach dem feststehenden Kalender die Zeitordnung der Feste schickte. Nach seinen eigenen Worten lag demnach damals der Kalender bereits in der von dem Patriarchen Hillel festgestellten Berechnung vor, man bestimmte nicht mehr den Anfang des Monats nach vorangegangener Berechnung und dem ersten Sichtbarwerden des Mondes, sondern ausschliesslich nach Berechnung, und diesen Modus der Kalenderbestimmung sandte man den Juden Alexandriens. Es war dies zur Zeit K. Joses, des Lehrers des

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