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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 214

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 214)
Language
German
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208 der babylonische Talmud geschöpft, so würde Ma'ybaums Urteil als berechtigt erscheinen. In Wahrheit aber besitzen wir in Bub er s Edition, so wertvoll an sich, nichts mehr als eine andere Rezension des gedruckten Tanchuma. Was den baby- Ionischen Talmud anbetrifft, so hat B u b e r zwei Beweise zu erbringen gesucht, dass derselbe aus dem Tanchuma geschöpft (Einleitung S. 11). Das Wort כדאיתא (b. Kidduschin 33b) bezieht sich, wenn es. nicht späterer Zusatz ist, den allerdings bereits Raschi im Text gelesen, auf Jeruschalmi*) und, wenn auf Tanchuma, eher auf Tanchuma der Druckausgaben als Tanchuma ed. Buber. Chulin 106 a weist keineswegs auf die Existenz eines Tanchuma hin. Im Gegensatz zu Buber hält Weiss die Abhängigkeit des Tanchuma vom babylonischen Talmud für erwiesen. (Vergl. Epstein und Weiss in Beth Talmud 1886 S. 7 — 23 und S. 42.) Indes berechtigt die Aehnlichkeit des Gedankenganges noch nicht zur Annahme einer Abhängigkeit des Tanchuma ed. B. צו No. 7 S. 17 von b. Berachot 20 b. Mit demselben Recht könnte auch b. Berachot als Entlehnung des Tanchuma צו betrachtet werden. Dagegen stammt zweifelsohne aus jüngerer Zeit Tanchuma ed. B. נשא No. 18 S. 34, welcher die Wendung עד כזית dem b. Berachot entlehnt und den ganzen Abschnitt nach dem Vorbild des Tanchuma צו umgearbeitet hat. Zugleich weist Tanchuma der Druckausgaben einen Stil auf, der an dieser Stelle älter ist als die Fassung des Tanchuma ed. B. Auch die Benediktion über den Regenbogen in Tanchuma ed. B. נח S. 32 weist auf R. Papa (b. Berachot 59a) hin, welcher ihr diese Gestalt gegeben hat. Die Wendung הר* מן המשנה scheint jedoch darauf hinzuweisen, dass der Redaktor des Tanchuma נח eine Baraita besass, in welcher sich dieser Wortlaut fand. Tosephta Berachoth (ed. Zuckermandel S. 15) lautet jedoch : *) Die palästinensischen Amoräer, welche zur Zeit der Verfolgung durch Ursicinus nach Babylon geflüchtet, hatten die bereits schriftlich fixierten Hauptbestandteile des jerusalemischen Talmuds mitgebracht, aus welchen der Redaktor des babylonischen Talmuds geschöpft hat. Vergl. z. B. b. Kidduschin 33b und j. Bikkurim 111,3; die innere Verbindung, die im j. Bikkurim nur an gedeutet ist, wird im b. Talmud deutlich hervorgeheben, סבר לה כר' אלעזר. »

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