Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 213)
- Language
- German
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207 Dieselbe Formel leitet eine Frage ein, die Raba an R Joseph (Jebamoth 76 a, Sabbath 123a), R. Nachman b. R. Chasda an R. Nachman b. Jakob (Baba bathra 46 b, Sanhedrin 24b), die Bewohner von Pum Nahra an R. Nachman b. R. Chasda (Baba bathra 36b), Gidel an Raba (Baba bathra 155b) gerichtet. Eine Baraita (Baba bathra 130b) erklärt: אין למדין רלכוה לא מפי למור Man darf die Lehren, welche in den mit der Jelamdenu-Formel eingeleiteten Bescheiden erteilt werden, als massgebende Ent- Scheidungen nur dann betrachten, wenn sie als für die Praxis geltend ausdrücklich bezeichnet wurden. Aus dieser Baraita kann auf die Existenz zahlreicher •Telamdenus, von welchen uns der Talmud eine Anzahl aufbewahrt, wenn nicht gar einer ganzen Sammlung geschlossen werden. § 6• Von den Jelamdenus des Talmuds sind jedoch die Lehrsätze, die uns im Tanchuma und in der Pesikta Rabbati unter diesem Namen geboten werden, wesentlich verschieden. Jene sind tatsächliche Fragen, diese nur Einkleidungen. Im Talmud sind es zweifelhafte Fälle, die mit dieser Formel ein־ geleitet werden, im Tanchuma dagegen feststehende Lehren. Im Talmud sind es nur Halachot, in Tanchuma und Pesikta Rabbati auch agadische Lehren, die mit dieser Formel eingeleitet werden- (Vergl. Tanchuma ed. Buber ויצא No. 6 S. 148 und 149, ן ישלח No. 8 S. 166, מצורע No. 1 S. 43, No. 10 S. 48, נשא No. 19 S. 34, בהעלתך No. 12 S. 50,בלק No. 25 s. 146 etc.) In dem uns erhaltenen Text der Scheeltot findet sich diese Formel nur an einer einzigen Stelle (S. 42 c). Es ist schon aus diesem äusserlichen Umstande zu schliessen, dass Jelamdenu des Tanchuma und der Pesikta erst nach Abfassung der Scheeltot entstanden sind. § 7■ Maybaum findet (S. 4), dass, ״durch die Forschungen über die Midraschim, die Buber in der Einleitung zu dem von ihm aufgefundenen Tanchuma der Alten angestellt hat, eine ganze Umwälzung in dieser unserer Auffassung eingetreten.“ Wenn der Tanchuma ed. Buber die Quelle gewesen wäre, aus welcher die Redaktoren der grossen Midraschim wie Gen. r. und Lev. r. und