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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 122

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 122)
Language
German
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116 einen grösseren und schnelleren Absatz sicherte. Die Täuschung des Publikums über den Druckort mit der gewöhnlichen Formel ״ כאותיות כמו בזולצבאךmit Lettern wie in Sulzbach“ konnte darum durch Izik formell dadurch erklärt werden, dass er tatsächlich die Lettern von seinem Schwiegervater bezog, der ja eine eigene Schriftgiesserei besass. Er hatte aber noch einen anderen Vorsprung vor den übrigen pseudosulzbacher Druckern, indem er die Druckformel folgendermassen gestalten durfte, die auch die sachkundigen Bibliographen, wie z. B. Steinschneider und Zedner, täuschen musste: בבית ובדפוס איצק בן כהר״ר ליב ב״ב ז״ל חתן של כהר״ר זלמן טרפים בזולצבאך ״Gedruckt von I. b. L. Buchb., Schwiegersohn des Druckers Salman in Sulzbach,“ wobei sich das ״in Sulzbach“ natürlich nicht auf Izik, sondern auf Salman bezog. Sehr viele pseudosulzbacher Drucke gingen aus der Offizin des Fürther Izik b. David Zirndorfer hervor. Er gebrauchte, wie auch der folgende, die Formel ״ (באותיות) כמו בזולצבאך(Mit Lettern) wie in Sulzbach“. Das כזולצבאך trat durch die kräftigen Lettern sofort ins Auge. Das כמו war ganz unscheinbar gedruckt. Endlich, aber bedeutend seltener, schlossen sich die Fürther Drucker Chajim b. Zebi Hirsch und Josef und dessen Sohn Mendel Bär Petschaftstecher an. Erstaunlich ist das Bemühen der genannten Drucker, ihre Produkte den gleichen der Sulzbacher Offizin äusserlich ähnlich zu machen. So z. B. werden ganze Vorreden, die nur für die Sulzbaeher Bücher passten, in Fürther Machsorim herübergenommen. Der Titelblatttext wird wörtlich Sulzbach nachgedruckt, ja, es kommt vor, dass aus echten Sulzbacher Drucken die Titelblätter dem Titelblatt des pseudosulzbacher Produktes vorgesetzt werden.*) Die Firmenstempel und -monogramme sind denen der Sulzbacher Bücher äusserst täuschend nachgebildet. Diese Täuschung des kaufenden Publikums währte bis 1800. Sie machte sich allmählich der Sulzbacher Offizin so sehr fühl- *) So z. B. enthält I. Zirndorfers תפלות שפתי רננות ,D nach poln. Ritus 2 Titelblätter, das erste ״Sulzbach 558“ aus Sulzbach eingefügt, das zweite ״wie in Sulzbach“ 554•

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