Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 123)
- Language
- German
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117 bar, dass Seckel am Schlüsse des Kalenders für das genannte Jahr (560) die Notiz veröffentlichte: אויך איז מאן דען עולם מודיע דש וועלכי בעלי מדפיסים פר האנדין זיינען וועלכי דרוקין אוץ> דען שער פון ספר בזולצבאך מיט הין ווען ניט שטעה טוט בבית ובדפוס ר׳ זעקל כמו בשער הלוח הזה איזט ניט בדפוס שלי — Nach 1800* *) verschwinden denn auch die pseudosulzbacher Drucke, vielleicht als eine direkte Folge dieser Warnung. Nur ein einziges, nie im Stiche lassendes Kennzeichen für die Echtheit der Sulzbacher Drucke giebt es, die volle Namensnennung der von uns angeführten Sulzbacher Druckherrn. Jedes Buch, wo diese fehlt oder durch die eines anderen Druckers ersetzt ist, gehört nicht nach Sulzbach** ***)). Da alle Bibliographen aber die pseudosulzbacher Drucke im guten Glauben als echte Sulzbacher verzeichnen, so fällt es ungemein schwer, ohne Autopsie oder ohne dass der Name des Druckers angeführt ist, ein solches Buch aus der Zeit 1760—1800 auf seine Echtheit in unserem Sinne zu prüfen. Uebrigens gingen auch grade in dieser Zeit zahllose Bücher unter der Flagge anderer*), gut eingeführter Druckereien in die Welt, die alle auf Fürther Konto zu setzen sind. II. Stammbaum der Druckerlinie der Familie Frankel-Arnstein. Uri Lipmann, Prediger in Wien. — Mesehullam Salrnan, Wien. Ahron_Eine Tochter Lipman — Jsai — Joachim — Simeon — Mesehullam Salrnan — Koppel — Menachem Levis Frau Mänles Frau (Sulzbach). (Fürtn). Fradel, Frau des Is. RaphaeL—*Ahron — Naftali — Seckel — Moses Löb Feisel — Haium — Joseph — Löb — Seckel — Salomon (?) — Simeon. 1_ Elias Arnstein — Salomon Arnstein _I __ Siegmund Arnstein (lebt alsFabrikant inFürth). *) Als letztes pseudosulzbacher Erzeugnis erscheint mir eine חפלה 1801) מפיה כמנהג אשכנז ופולין) aus der Offizin des J. b. David Zirndorf. **) Ausgenommen einzelne Bücher der Zwischenperiode 1693—99, bei denen Druckort oder Drucker fehlt; die Gründe hierfür sind oben S. 38. Anm. ** klargelegt. ***) Wir nennen auf’s gradewohl: Pseudo-Wilhermsdorf: 516סליחות fol., ohne Nennung des Druckers; Pseudo-Berlin: הגדה aufs deutsche übersetzt v. Mos. Dessau und mit Anmerkungen versehen v. Joel Brüll 4° 546 (Izik b. Löb Buchbinder); Pseudo-Amsterdam (mit täuschender Imitation der Buchausstattung): מחזור עם כוונת הפייטן in 5 Bdn. 8° 5551 (1z. b. L. Buchbinder); ich entsinne mich, auch Pseudofrankfurter (a M.) Bücher gesehen zu haben.