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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 112

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 112)
Language
German
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106 Unterdessen hatte sich sein Handelsgeschäft immer weiter vergrössert und ausgebreitet. 1111 soebeii genannten Jahr hatte er von einem Handelshaus in Weissensulz (Böhmen) für 20000 fl. Wolle gekauft und zu einem bedeutenden Teil bezahlt. Da brach der Krieg aus, und die Grenze wurde gegen alle Einfuhr aus Böhmen gesperrt. Der Verkäufer aber stellte Seckel die gekaufte Wolle zur Verfügung und deponierte sie auf der Zollstatt in Eslarn. Ein ungeheurer Verlust stand vor der Türe, die Ware drohte durch langes Lagern entwertet zu werden; da wandte sich Seckel an das Generalkommissariat in Regensburg, und am 20. Okt. 1813 erliess dieses den Befehl zur beschleunigten Berücksichtigung an die Zollinspektion, die Waren herauszugeben, immerhin ein Zeichen für die geachtete Stellung des Handels־ hauses, dessen geschäftlicher Umfang sich bis in das ferne Ausland erstreckte. Die Druckerei selbst beschäftigte 1817 14 Geseilen und hatte 4 Pressen. 7. Die Firma S. Arnstein und Söhne. 1819—51. Das Handelshaus hatte einen derartigen Umfang angenommen, dass Seckel* *) seine beiden Söhne, Elias und Salomon Arnstein, als Kompagnons mit einbezog; die neu erstandene Firma hiess S. Arnstein und Söhne; der Name blieb auch nach Seckeis Tode. Als später die Handelsfirma S. A. und S. aufgelöst wurde (1835), da wurde die Trennung der beiden Brüder nicht auf die Buchdruckerei ausgedehnt; auf den Büchern figuriert die genannte Firma bis zum Schluss. Elias Arnstein war nach einer vorhandenen Steuerliste schon 1807 verheiratet, hatte damals bereits 2 Kinder und war Führer eines selbständigen Geschäftes. Salomon Arnstein erhielt i. J. 1810 im Alter von 27 Jahren Schutz und Heiratslizenz, entgegen dem Wortlaut des Privilegs von 1744, wonach nur ein Sohn sich Aron; den Namen Amstein nahmen alle noch lebenden Söhne Ahrons an; wir finden also die Namen Joseph Arnstein, Haium A. und Löb A.; die andern Zweige der Familie nahmen andere Namen an. *) Der ältere Sohn, Elias, war schon früher Teilhaber des Geschäftes; schon 1818 erschien ein Buch bei S. Arnstein et Söhne (No. 405).

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