Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 59

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 59)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3486266-3486267--0059-3486418
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

53 tieferem religiösem oder gelehrtem Inhalt gemildert; auch ver־ danken wir grade seinem Streben, in erster Eeihe Bücher zu drucken, deren Absatz bei dem grossen Publikum gesichert war, 2 geschlossene Talmudausgaben und einige andere wertvolle Druckerzeugnisse. Die Sulzbacher Druckerei ist jetzt immer mehr auf dem Wege, sich in die Gunst der Volksmassen einzuarbeiten, und es gelang ihr dies so vortrefflich, dass sie im Laufe der Jahrzehnte auf dem Gebiete der volkstümlichen Verlagswerke den ersten Platz in Deutschland errang. Machsorim, Mischnaausgaben, Propheten mit Hagiographen, Gebetbücher für bestimmte Zeiten und für das ganze Jahr u. zw. in zahlreichen Eiten erschienen in zahllosen, kaum noch zu überschauenden Auflagen. Die von Salman diesen Büchern gegebene Anordnung und äussere Ausstattung wurde als unantastbar auch von den Nachfolgern angesehen. Während bisher die Ausstattungen der Bücher den betreffenden Perioden charakteristische waren, unterscheiden sie sich später meist nur dadurch von einander, dass ein anderer Drucker an Salmans Stelle genannt wurde. — Ein Hauptumstand war es, der die Sulzbacher Bücher bei dem Volk so beliebt machte: der billige Preis; dazu kam die Handlichkeit und die geschickte An- Ordnung der Gebetbücher, die dem Geschmack des Volkes sehr entgegenkam. Letzteres sah gerne bei der Billigkeit über mancherlei Mängel der Bücher bezüglich der Sorgfalt in der Korrektur hinweg. In dieser Beziehung war Sulzbach auch nicht schlechter als viele Konkurrenzoffizinen, insbesondere als die in erster Eeihe in Betracht kommende Ftirther, im Gegenteil, sie ragte noch über manche Druckerei ruhmvoll hervor. Diese Nachlässigkeit in der Korrektur tritt übrigens, wie wir sehen werden, erst bei Salmans Nachfolgern mit besonderer Kraft hervor. Wenn auf irgend einem Gebiete, so war es das der Kalender*), *) Eine ziemlich ansehnliche Sammlung Sulzbacher Kalender befindet sich in dem Nachlasse des verewigten Distriktsrabbiners S. Bamberger in Aschaffenburg, die mir durch seinen Sohn Herrn Dr. J. Bamberger das-, Institutsdirektor, freundlichst zur Verfügung gestellt wurden. Es sind die Jahrgänge 1795, 98,1800, 02, 06. 13, 16, 22-25, 27, 28, 30, 32-41 u. 46 (Frank); daneben die Pseudosulzbacher 1767, 76, 77, 86, 90 (Izik Buchbinder Fürth); 1793, 96—98, 1801 (Izik Zirndorf, daselbst); 1768 (Jos. und sein Sohn Mendel Bär Petschaftstecher, daselbst); 1774(Chajim b. Zebi Hirsch, daselbst). — In der Frankfurter Stadtbibliothek sah ich die Jahrgänge 1731, 38, 57, 58, 72 und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.