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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 58

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 58)
Language
German
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52 Ahron bescliliesst seine Laufbahn mit der III. Auflage*) des Werkes, mit dem er sie betreten, der deutschen Bearbeitung des Folio-Machsors, dem 2 Jahre vorher auch eine polnische vorausgegangen war. 2) (Meschullam) Salman (Frankel) b Ahron 1721—1764 (u. 1766). Die oft beobachtete Erscheinung von dem Forterben des Druckereibetriebes durch. ganze Familiengenerationen hindurch zeigt sich auch in Sulzbach. Auf Ahron, den kunstverständigsten und — was das Verständnis für die zu druckende Materie betrifft — auch sachverständigsten, folgte der unternehmendste und seinen Werken nach bedeutendste aller Sulzbacher Drucker, der — wie es scheint, jüngste — Sohn Salman oder Meschullam Salman, im bürgerlichen Leben in der liegel mit dem Zusatz Fränkel. Jedenfalls war er jünger als sein gleichfalls in Sulzbach ansässiger Bruder Joachim. Salman war vorher öffentlich noch gar nicht hervorgetreten, doch war er bereits zuweilen in der väterlichen Offizin als Setzer tätig gewesen.**) Am 17. Juni 1719 erhielt er von der Regierung die Heiratserlaubnis, mit der Einschränkung, dass er keine eigene Wohnung beziehe, sondern im väterlichen Hause wohne, und gleichsam dessen Familie kontinuiere; es war dies ein Mittel, um die Vermehrung der Judenhäuser zu verhindern. Er war ein Mann voll Tatkraft und Unternehmungslust. Sein ganzes Leben war von Anbeginn an fast ein ewiges Kämpfen. Für ihn war der Druckereibetrieb in erster Linie ein Geschäft, das möglichst viel Gewinn abwerfen musste; mit seinem Auftreten beginnt daher die Zeit, wo sich die Laien- und Gebetliteratur unter den Presserzeugnissen in Sulzbach immer weiter ausbreitet; diese Form des Betriebes ist eben die ertragreichste. Gebetbücher, Pentateuche, Frauenliteratur, צאינה וראינה, מנורת המאור u. dgL folgen sich in ununterbrochener Reihe; diese Eintönigkeit wird um so grösser, je näher wir unserer Zeit kommen. Bei Salman wurde sie immerhin noch oft genug durch Werke von *) St. 7789 vermutet mit Unrecht, diese Ausgabe sei ein Abzug der II Aufl. (1709), vielleicht durch den Umstand veranlasst, dass die Approbationen aus dieser Auflage wiederholt sind. In Wirklichkeit liegt ein Neu״ druck vor; neue Setzer figurieren, das Abbrechen und die Anzahl der Blätter ist verschieden, ja sogar teilweise der Text. **) Nach St. 3103; wahrscheinlich war er Setzer bei Noo* 67—68.

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