Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 57)
- Language
- German
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51 er nie erwähnt. Von Isai war bereits die Rede, Anderes ist über ihn nicht zu berichten. Noch um 1745 lebte ein dritter Sohn, Joachim Ahron Frankel,*) der zu den angeseheneren Mitgliedern der Sulzbacher Gemeinde gehörte; seine Frau hiess Judith. Ein Sohn lebte in Wien, er ist jedenfalls der Simeon Ahron Frankel, der sich um die Drucklegung der Werke R. Meirs aus Eisenstadt verdient machte und von diesem jedesmal in einem Vorwort als חכם וסופר bezeichnet wird. Meschullam Salman endlich wird weiterhin ausführlich Gegenstand unserer Betrachtung sein. Ahrons älteste Tochter verheiratete sich bereits i. J. 1682 mit Koppel Levi **), der ad hoc von auswärts nach Sulzbach verzog. Der Name dieses Schwiegersohnes deutet auf die angesehene Wiener Familie Fränkel hin. Eine zweite Tochter Ahrons war in Fürth an Menachem Männle b. Simson verheiratet; sie war sehr angesehen und starb hochbetagt Samstag, 28. Juni 1760.***) Ahron starb im Alter von etwa 75 Jahren, 1719 oder 20. Er lebte sicher noch im Dezember 1719. Seine Frau Bula, die den Bücherverschleiß und die Buchdruckerei erbte? lebte sicher noch 1729. Die Vermutung, dass sie Ahrons zweite Gattin war, ist unabweisbar unter der Erwägung, dass bereits 1682 Ahrons älteste Tochter heiratete, dass er 1686 über die Gebrechlichkeit seiner Frau infolge eines Schlaganfalles klagt und Salman erst um 1695 zur Welt kam.****) Sogar um 1740 wird noch die ״Ahronsche Wittib“ genannt. *) S. Noo. 88, 96 und 108; Simon Ahron Fränkel heisst er in einem Landgerichtsakt um 1730; in den Sulzbacher Gemeindelisten wird er nie wieder erwähnt; der in den Gemeindelisten öfters verzeichnete Hayum Ahron ist wohl mit Joachim identisch. **) Ob er der Mitherausgeber des שבם יהורה (Mo. 40) ist? — Dieser Herausgeber heisst Koppel (Jakob) Levi (nach St.) und ist vermutlich der Sohn des bei Kaufmann ,.Letzte Vertreibung" S. 9 Anm. 3 genannten Jakob Koppel. 1708 verheiratet sich unseres Koppel Levis Sohn Seligmann mit Malko, der Tochter des Rabbi ״Nochern" von Tachau. Deutsch abgefasster Heiratskontrakt noch bei den Akten. Als Zeugen fungierten Isaac Abr. von Tachau und Benjamin von Schönwald. Koppels Frau hiess Zarde. ***) Ihr Seelengedächtnis im Memorbuch der Heusynagoge zu Fürth abgedruckt in ״Letzte Vertreibung" S. 206 Anm. 1. — Ein Sohn hiess Simeon. ****) Salman macht im Talmudstreit und auch bei anderen Anlässen nicht ganz mit einander harmonierende Angaben über sein Alter. Die Schwankungen umfassen den Zeitraum von 3— 4 Jahren.