Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
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42 Mendel, Verf. von □עטרת זקני *) — Die weiter erwähnte Yerbindwag mit der angesehenen Familie des Polen Joske liegt im Dunkeln. Aber noch andere Sterne beleuchten vielleicht die Bahn der Familie und der Nachkommen des R. Uri Lippmann. Wir schicken hier voraus, dass Ahron den Beinamen Frankel führte, der zwar nie auf den Drucken erwähnt ist, aber in bürgerlichen Schriftstücken, in Eingaben an die Regierung und Entscheidungen derselben stets sowohl den Namen Ahrons, als auch seines Sohnes Meschullam Salman beigefügt wird, bis er um d. J. 1745 völlig in dieser Druckerlinie erlischt, während er in einer anderen Linie sich bis auf den heutigen Tag in Sulzbach erhalten hat. Ahron Fränkel**) gliedert sich also schon seinem Familiennamen nach in die reichste und durch ihre Verwandschaftliehen Beziehungen angesehenste Wiener Judenfamilie, die Familie Fränkel, ein. Er ist sicherlich identisch mit dem Ahron Fränkel, der als Mitglied einer ököpfigen Kommission am 11. Febrar 1670 an einem finanziellen Vergleich zwischen der niederösterreichischen Regierung und der Wiener Judengemeinde mitarbeitete; diese Mitglieder waren die Richter und Beisitzer der Judenschaft.***) Ahron nahm also schon in Wien eine Ehrenstellung ein. Sein Entschluss, sich in Sulzbach niederzulassen, schien kein definitiver zu sein; darauf lässt die ganz aussergewöhnliche Be- Stimmung in seinem Schutzbrief schliessen, die ihm das Recht giebt, jederzeit nach vorausgegangener halbjähriger Kündigung sein Schutzrecht zu lösen und sein Domizil aus Sulzbach zu verlegen. Seine Abstammung und Herkunft zeigte sich in vielen seiner Graben, Züge und Handlungen. Vor allem scheint er ein gut Stück der geschilderten väterlichen Wohlhabenheit aus dem Ruin gerettet zu haben; es wurde ihm das Doppelte des üblichen *) Vergl. ״Stammbaum der Familie Mirels-Heller-Fränkel“ in Löwenstein ״Blätter für jüdische Geschichte und Literatur“, Beilage des ״Israelit“, Januar 1903 (No. 1), Stammbrief, Z. 38/39; das. August. **) In einer Eingabe ausd. J. 1695 unterschreibt er deutsch und hebräisch : Aaron Fränkel neben (!)ן אחרון פרנקול neben einem Bittgesuch Aarons d. d. 27. September 1673 steht die, wie es scheint von Chr. August selbst geschriebene, Entscheidung: Wenn dieser des Rabbi Hennoch zut Förth (-Fürth) Schwager, so ist er zu admittiren״. ***) Kaufmann a. a. O. S. 128.