Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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35 יפה תאר (No. 16); wir finden da als Titelschmuck einen Thoraschrank*) geschmackvoll gestochen, rechts und links eine Säule, an der Spitze von Strahlen umgeben den Titel. Sonst zeigen die Titelblätter entweder überhaupt kein Ornament**) oder nur einen einfachen Zierrahmen. Eigentümliche oder charakteristische Druckvignetten, Firmenzeichen und- Monogramme finden wir in dieser Periode noch nicht. Der Umfang der Blochschen Offizin war, mit dem Maße, der späteren Druckereien gemessen, noch ein ziemlich bescheidener. Er war nicht auf den Verdienst aus der Druckerei allein hingewiesen, wie Isaak, liess daher die Auftraggeber, Autoren und Herausgeber auf sich zukommmen und druckte nicht im eigenen Verlage Bücher der sogenannten Laienliteratur, welche die Druckereien der späteren Epochen finanziell so ertragreich machten und stützten, wie synagogale Gebet- und Erbauungsbücher, Psalmen, Frauen- und jüdisch-deutsche Lektüre. Kein späterer Sulzbacher Drucker gab daher so viele Bücher aus der Presse, die sich an ein religiös oder wissenschaftlich mehr oder weniger gelehrtes Publikum wenden, wie er. Der Mangel einer Verlagsdruckerei ersparte ihm auch die zeitraubenden, beschwerlichen und kostbaren Reisen, wie sie für die Nachfolger eine nicht zu entbehrende Geschäftsunterstützung waren. So spielte sich Blochs Leben ganz in den engen Grenzen seiner Heimatstadt ab und bietet ausser dem Gesagten nichts Bemerkenswertes. Dagegen hatte er eine innige Freude, wenn er einen neuen Druckauftrag erhielt. Die Herausgeber bemühten sich oft selbst nach Sulzbach, um persönlich als seine Gäste den Druck zu überwachen. Er war dann gegen sie voll bestrickender Liebens- Würdigkeit, stundete die Druckkosten oft ein ganzes Jahr und bemühte sich, allen speziellen Wünschen betreffend die Druckausführung gerecht zu werden***). So erzählt der Herausgeber *) Der ja der Grundgedanke wohl bei den meisten ornamentierten Titelblättern hebräischer Bücher ist. **) Das Werk פחה האהל No. 20—21 zeigt Titeltypen in gradezu grotesken, offenbar ad hoc gefertigten Holzschnitten. — ***) Vorbemerkung zu שו״ת שער אפרים (No. 18); בית יהודה (No. 15); Schlussbemerkung zu חובת הלבבות (No. 22).