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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 31

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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25 Abraham Lichtenthaler 1667. — 12° (auch eine lateinische Ausgabe erschien), 3. Kabbala denudata seu doctrina Hebraeorum Transcendentalis et metaphysica atque Theologica. — Sulzbaci. — Typis Abraham Lichtenthaler. 4ü Bd. I 1667, II 1678, III (Frkft. a. M.) 1684. — St. 6085; Typen sowohl wie Ausführung dieser Bücher rechtfertigen den Ruhm der Lichtenthalerschen Druckerei bei den Zeitgenossen und werden, was die hebräischen Teile betrifft, von den Produkten der nun folgenden ersten jüdischen Drucker bei weitem nicht erreicht.*) I. Periode: Isaak Kohen ben Jehuda Jüdels. 1669. Nur eine kurze Periode bedeutet die Druckertätigkeit des Isaak Kohen, Sohnes des Prager Setzers Jehuda Lob Jüdels aus der Familie der Gersoniden. Er eröffnet i. J. 1669 die *j Abraham L. zog sich nach eingegangener zweiten Ehe (Herbst 1686) von der Druckerei zurück. Diese geht am 21. März 1687 unter Erneuerung des obigen nur durch einige unwesentliche Punkte ergänzten Privilegs an seinen Sohn Johann Jakob Lichtenthaler über, welcher am 12. Mai 1708 zum Hofbuchdrucker ernannt wurde. Nach dessen Tod übernahm i J. 1732 der Sohn Georg Abr. Lichtenthaler die Offizin mit dem Hofbuchdruckerrang, um den sich auch der katholische Johann Georg Gallwitz beworben hatte; doch wurde dieser am 28. April 1736 nach G. Abrahams Tod zum Hofbuchdrucker ernannt. Auch seine Witwe Eva Rosina Gallwitz behielt diesen Rang bei (Resolution d. d. Sulzbach 14. November 1738) trotz der Gegenvorstellungen von Lichtenthalerscher Seite. Dieser Rangstreit wiederholte sich noch zweimal in der Folgezeit, 1746 und 1780. Am 16. Dezember 1785 erhält der lutherische Isaias Seidel durch fürstliche Resolution Konsens zum Ankauf der Lichtenthalerschen Druckerei mit ihren ererbten Privilegien, und laut Resol. d. d. München 20. Juni 179S brachte trotz vorangegangenen starken Widerspruchs der Sulzbacher katholischen Bevölkerung Johann Jsaias Seidel auch die Gallwitzsche Druckerei durch Kauf an sich, sodass die beiden seit vielen Jahrzehnten rivalisierenden Offizinen nunmehr vereinigt waren. Die von Seidelsche Druckerei besteht noch heute unter dieser Firma in Sulzbach und ist jetzt im Besitze des Herrn Kommerzienrates Wotschak. Nach dem Jahre 1810 fand sie vielfach Anschluss an die hebräischen Druckereien, für die sie in den letzten Jahren des Verfalls zuweilen sogar den Druck besorgt haben soll. Die hebräischen Typen aus dieser Zeit sind noch im Besitz der Druckerei. — K A.A. Lichtenthalersche und Gallwitzsche Akten des Rep. 72 I und II.

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