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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 32

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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26 Reihe der Sulzbacher jüdischen Drucker. Was ihn veranlasste, inmitten der erst im Entstehen begriffenen jüdischen Gemeinde in Sulzbach einen derartigen wichtigen Entschluss zur Ausführung zu bringen, liegt für uns im Dunklen. Vermutlich mochte die Kunde von dem Interesse des Herzogs Chr. August für hebräische Bibliographie in weitere Kreise gedrungen sein, auch nach Prag, welches seit etwa 150 Jahren an der Spitze des hebräischen Buchdrucks in Deutschland stand. Die grosse Heerstrasse der in jener Zeit in regem Handelsverkehr stehenden Prager und Frankfurter Juden berührte sulzbachisches Gebiet. Isaak eröffnete die Druckerei in Gemeinschaft mit einigen ״Konsorten“, jedenfalls Prager Herkunft, über deren Namen wir nur auf Vermutungen angewiesen sind. Sicherlich war einer derselben Jakob*), der Sohn des Prager Druckers Juda Back, von dem es in dem weiterhin zu veröffentlichenden Schriftstück allerdings nur heisst, dass er ״in Diensten“ bei Isaak gestanden; vielleicht war er finanziell an Isaaks Unternehmen beteiligt. Ein drittes Mitglied des Offizinpersonals war der gleichfalls aus Prag stammende Setzer Meschullam b. Josef Levi, gen. Salomon Pressenzieher TI. HI S. 112 No. 50). Doch schon bald zeigte es sich, dass Isaaks Unternehmen auf schwachen Füssen stand. Vor allem fehlten die Mittel zur Erwerbung einer eigenen Presse; er musste seine Drucke durch Abraham Lichtenthaler ausführen lassen; zudem Hessen ihn seine ״Konsorten“ im Stich. Die Zeitverhältnisse waren seiner Druckerei überdies sehr ungünstig. Das Ländchen selbst bot kein Absatzgebiet; in Bayern befanden sich ausser der etwa 15—20 Familien zählenden Schnaittacher keine jüdischen Gemeinden. Von grösseren Nachbargemeinden kam nur Fürth in Betracht und, um, wie seine Sulzbacher Nachfolger, die für die Gewinnung eines grösseren Absatzmarktes unumgänglichen Reisen in die grossen Gemeinden des deutschen Reiches und des Auslands zu machen, fehlten die Mittel und auch die Konnexionen. Einen anderen gesicherten Erwerbszweig, der ihm die Möglichkeit ge- *) Druckte in Gemeinschaft mit seinem Bruder Joseph Back unter der Firma ״Söhne Jehuda Back“ in Prag 1657, 1660, 1674—96, Zunz ״Zur Geschichte und Litteratur", S. 265;

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