Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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- IRI
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_17_ bestattet waren, setzte Itab. Tarn jenen unheilvollen Tag als einen Trauer- und Fasttag ein, der wichtiger gelten sollte, als der Fasttag Gredaljas im 7.. Monat — nur wenige Tage noch lebte er, die Trauer um seine Glaubensbrüder brach ihm das Herz, er hauchte am 4. Tammus seine Seele בקדושה ובטהרה aus, sodass ein Tosaflst (ר״ח הכהן in 103 כתובות:) äusserte:אלמלא הייתי כשנפטר ר״ת הייתי מטמא לו דהאי בטלו קדושת בהונה• Es dürfte wohl Wenigen bekannt sein, dass auch unser verewigter Rabbi zweimal für öffentliche Gefahren einen Fasttag anordnete. Als seine Jeschiwa in Eisenstadt in der Blüte war, erregte sie den Zorn derer, welche es nicht vertragen konnten, dass ein תופס ישיבה zugleich die wissenschaftliche Seite vertreten sollte. Die Denunciationen der Gegner hatten endlich zu einem Yerbot gegen die Lehranstalt geführt, sodass die Staatsbehörde anordnete, dieselbe zu schliessen. Die Trauernachricht traf am Freitagabend ein; am darauf folgenden Morgen verkündete der Rabbi der ganzen Gemeinde das Unglück und ordnete trotz des Sabbats Trauer und am folgenden Tage ein allgemeines Fasten an. Er selbst mit seiner bekannten Schnelligkeit reiste sofort nach Wien ab — und erwirkte bei Hofe die Zurücknahme jenes Edictes. Der andere Fall ereignete sich vor mehreren Jahren, als von Seiten der russischen Regierung die grossen ישיבות im Reiche geschlossen wurden. Da ordnete der Kownoer רב im Geheimen ein allgemeines Fasten an und wandte sich auch brieflich an unseren Rabbi, damit er in unseren Kreisen still dafür agitiere, dass auch wir an jenem bestimmten Tage mit unseren leidenden Glaubensbrüdern in jenem Lande zum Fasten uns vereinigten. Einen tiefen Eindruck machte es damals, wie unser Rabbi Jedem ins Obr jene Aufforderung zuflüsterte, es klang wie eine Botschaft aus des Himmels Höhen. — Wenn wir uns nun am Schlüsse fragen, was wir aus dem Leben dieser beiden Grossen an diesem 4. Tammus für uns und unsere Anstalt heimbringen, so möchte ich in prägnanter Kürze die Mahnung an uns richten: ״Lasst uns die jüdischen Ideale hoch- und festhalten“ eine Lehre, die Rah. Tarn mit und in seinem Leben verwirklicht, eine Mahnung, die unser verewigter Rabbi oft wörtlich gepredigt hat. 2