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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 22

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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6ו von hörte, richtete er ohne weiteres ein Schreiben an (len jüdischen Geistlichen, um ihn zur Rede zu stellen, und als dieser sich hinter seinen Vater steckte, der ein דיין in Breslau war, da nahm unser Rabbi die Sache ernster auf, um dem vermeintlichen Rabbiner gehörig den Text zu lesen und ihn ad absurdum zu führen. So erklärt sich auch die strenge Sprache und das ernste Verfahren beider Weisen, wo es galt, dem חלול תורה energisch entgegenzutreten. Es wäre wert gewesen, hier die grosse Controverse einzufügen, welche zwischen R. Tarn und R. Meschullam in Narbonne stattgefunden, für den sich noch in unseren Tagen der gelehrte Hirsch Weiss ins Zeug legt, indem er ausruft, dass Rab. Tarn so in Harnisch geraten sei, weil Rab. Meschullam einige wertlose מנהגים zu ändern unternommen hatte. Es würde dies hier zu weit führen; es genüge, in Parallele unseren verewigten Rabbi zu stellen, der gefällig, liebevoll gegen Jedermann, väterlich besorgt für seine Schüler und Freunde, hilfsbereit für jede Not und jedes Elend war, der aber auch keinen Kampf scheute, wo es galt, dem חלול השם energisch entgegenzutreten, und für הורה und יראה einzustehen. Sie erlassen mir hier Einzelheiten vorzuführen; aber Euch, Ihr Jüngeren, die Ihr hiervon noch wenig erfahren habt, ermahne ich, die zerstreuten Aufsätze in den Zeitschriften und die kleineren Schriften unseres verewigten Rabbi aus den Jahren zu lesen, in denen er noch in der Vollkraft seines Lebens dastand. Vom Rab. Tarn hätten wir noch seine unbegrenzte Teilnähme an der Gesamtheit und ihrem Geschick hervorzuheben. Es waren in seinen letzten Lebensjahren traurige Zeiten eingetreten, in denen er persönlich zu leiden hatte, wie er es im Eingange eines Responsums (No. 68) andeutet: רבת צררוני כארבה הנעירוני כנער חצן ובאו אלי הוצן. לא נשאר בלתי ספרי וגויתו ואור עיני גם הם אין אתי ואף נם זאתיאשיב לך על תמיהותיך ועליהם אני מתמיה עליך מדוע לא חמצת שאילתך• An einer anderen Stelle spricht er von den Heeresschaaren, die die Stadt umlagern (S. 168). Ferner schreibt er einmal (No. 79): גם כי בשעת טרודין בא שלוחך כי נתרעמו השרים על אדונם ועבדיך רואה והעיר הומיה׳ נם ישבו שרים בי נדברו, לא מנעתי את לבי מחשיב על תוכחותיך. Rab. Tarn hörte von den Greuelscenen in Blois am 20. Siwan des Jahres 1171 und als die Gebeine der gefallenen Märtyrer

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