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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 805

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 805 (sequence 814)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Erleigh, Rothenberg, Latzky-Bartholdi 805 die Beobachtung des Sabbaths und der jüdischen Feiertage als Ruhetage zu ermöglichen. Der Council fordert die Regierung auf, den jüdischen Stadträten und Ortsausschüssen den Erlaß von Hilfsgesetzen zu ermöglichen, durch welche die öffentliche Beobachtung des Sabbaths und der jüdischen Feste als Ruhetage angeordnet wird. K. DIE ZIONISTEN IN RUSSLAND. Der Council der Jewish Agency, die aus Zionisten und, Nichtzion-isten besteht, entbietet seinen Gruß den Zionisten in Sowjetrußland, die wegen ihrer Treue zum Zionismus verfolgt werden und in Gefängnissen und in der Verbannung schmachten. Der Council erklärt, daß die Treue, Hingabe und die Leiden der russischen Zionisten für jeden Angehörigen der jüdischen Gemeinschaft ein leuchtendes Beispiel der Anhänglichkeit an die Sache seines Volkes sein sollten. Die Anträge der Politischen Kommission werden ohne Debatte angenommen. BERICHTERSTATTER LADY ERLEIGH (fortfahrend): Um den deutschen Juden die Möglichkeit der Auswanderung nach Palästina zu geben, ist es wesentlich, daß sie in die Lage versetzt werden, zumindest einen Teil ihres Vermögens ins Land mitzunehmen. Das ist um so notwendiger, als ja Einwanderer im Besitze von mindestens iooo Pfund sein müssen, um außerhalb der Einwanderung auf Grund des Arbeiter-Schedules einwandern zu können. Die bisher bestehende Institution der Haawarah stand nicht unter der direkten Kontrolle der Exekutive. Es ist die Befürchtung laut geworden, daß die Einrichtungen der Haawarah allen möglichen Mißbräuchen Raum gewähren. Die Politische Kommission hat daher beschlossen, Ihnen vorzuschlagen, daß die Einrichtung der Haawarah fortan unter die direkte Kontrolle der Exekutive der Jewish Agency gestellt und daß Vorsorge getroffen wird, daß die Haawarah nur der Palästinawanderung zugute kommt und alle Mißbräuche ausgeschlossen werden. Die Kommission schlägt Ihnen zu diesem Zwecke die Annahme folgender Resolution vor (liest): Um die weitere Einwanderung von Juden aus Deutschland nach Palästina zu fördern, wird die Exekutive beauftragt, die gesamte Tätigkeit der Haawarah unter ihre Kontrolle zu nehmen. Die vorgeschlagene Resolution wird ohne Debatte einstimmig ange^ nommen. VORS. VIZEPRÄS. MORRIS ROTHENBERG: Wir gehen sodann zum Bericht der Einwanderungskommission über. Berichterstatter der Kommission ist Herr Latzky-Bartholdy. Ich erteile ihm das Wort. BERICHT DER EINWANDERÜNGS-KOMMTSSION. BERICHTERSTATTER W. LATZKY-BARTHOLDI (Lettland — spricht jüdisch): Das Mitglied der Exekutive, Herr Grünbaum, hat vor unserer Kommission ein ausführliches Referat über Immigration gehalten. Er hat auch eine Reihe von Vorschlägen und Forderunpen an die Mandatarmacht vorgelegt. Ich will auf die Einzelheiten nicht eingehen. Sie wissen alle, welch große Diskrepanz zwischen der Entwicklung der jüdischen Wirtschaf t in Palästina und der Einwanderung von arbeitenden Elementen besteht; sie hat zur

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