Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 787 (sequence 796)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ussischkin, Sprinzak, Sokolow 787 meines Papier das Ihr mir gebracht habt." - „Aber Ihr habt doch nichts hme geschrieben, Rabbi! Darau der Rabbi: „öffnet es nur!" Sie öffneten es und fanden nichts als die Buchstaben; Alcf, Bet, Gimmel, Dalet, und das bedeutet: Lmet-Broche, Genewc-Dallcs. (Lebhafter Beifall) JOSEF SPRINZAK (Ziomst - spricht jüdisch): Es handelt sich hier um drei Fragen: Name, Organisation und vor allem Tätigkeit der Tewish Agency. 1 J Den Namen wollen wir nicht mehr. Wir wollen nicht mehr Partner von Niditzionisten sein. Wir wollen Pariner sein von Erbauern Zions, die das judische Volksleben retten wollen. Ich glaube, das beste ist, wenn wir sagen: Die Zionistische Organisation ist die demokratische Organisation der Volksmassen, die Jewish Agency isi; die Verbindung der Zionistischen Organisation und der nichtzionistischen Organisationen. Ich sage das als einer? der vor Jahren von einer Million Juden, organisiert in der Jewish Agency, träumte. Das war eine schwere Aufgäbe, man hat sich jedoch mit ihr nicht betaßt, und heute ist die Million in der Zionistischen Organisation organisiert. Doch mit der Million-begnügen wir uns nicht, wir wollen alle Juden haben. Genau so wie ein Jude, der aus dem Judentum austritt, konfessionslos heißt, sollte ein Jude, der sich an unserer Arbeit nicht beteiligt, zionslos heißen und das gleichbedeutend mit Verrat an den Interessen des Volkes sein. Nun zur Frage der Or^n;i<alio>;. Die Jewish Agency wird aktiv sein oder sie wird nicht sein. Aktivität ist der Kern der Sache. Es hat keinen Sinn, i'ier Vorwürfe zu erheben. Auch, die Ziomnischc Organisation hatte Zeiten des Niederganges, aber dorr gab es einen Glauben an die Sache. Und dieser Glaube hat die Zionistische Organisation zu der Höhe gebracht, auf der sie heute steht. Werden wir den Glauben daran haben, daß der Boden erlöst, das Land bebaut, die große Volk^ anderung organisiert wird, dann wird dieser Glaube auch die nötige Aktivität schaffen und dem Namen Inhalt geben. Das Odessaer Komitee hieß „Komitee zur Unterstützung von Handwerk und Landwirtschaft in Palästina". Doch in der Geschichte ist der Name „Chibbat Zion" erhalten geblieben. Denn hinter dieser Bewegung stand eine gewaltige Hingabe, man sprach nicht von Prozenten, sondern von der Liebe zum Volk und von der Liebe zu Zion. In Zürich, bei der Gründung der Agency, hatten wir das Wort Niditzionisten vollständig vergessen, wir glaubten, die Worte, die damals fielen, würden Wahrheit werden. Jetzt müssen sie wahr werden. Die Niditzionisten müssen sich zu aktiver volksorganisatorischer Arbeit unter Heranziehung der jüdischen Gemeinden und Organisationen der ganzen Welt verbinden. Zwei Jahre haben wir dazu Gelegenheit, zur nächsten Session müssen wir mit einer großen jüdisdien Massenorganisation kommen. Wird sie da sein, dann wird auch die Zusammensetzung der Exekutive und die Leitung anders sein, dann wird sich der Nichtzionismus vereinigen mit dem großen Willen des ganzen Volkes zur Rettung des Volkes und zum Aufbau von Zion. (Lebhafter Beifall.) NAHUM SOKOLOW (Ehrenpräsident der Zionistischen Organisation — spricht deutsch): Es geziemt sich, da ich die Ehre hatte im Laufe der letzten 4 Jahre Präsident der Jewish Agency zu sein, jetzt, da diese Penode zu Ende ist und ich das Amt niedergelegt habe - mit reinem Gewissen, nur 50*