Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 783 (sequence 792)
- Language
- German, English, Hebrew
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Harz}cid, Shulman 783 wickelt, von der dritten Sarona, von der vierten die Chaussee nach Jerusalem. Das alles schafft Grenzen. Mit Klügeleien werden wir aber vielleicht cm zweites, ein „oberes4; Tel-Aviv aufbauen, es wird dann ein „Tel-Aviv schcl maala und ein „Iel-Aviv sehet matta" geben. Ich habe den größten Respekt vor der Sache, die durch die Agency geschaffen wurde, wir haben aber mit eigenen Heänden verdorben, was geschaffen wurde. Hier sitzen Menschen, die mit Leib und Seele der Palästina- Sache ergeben sind. Wir treten aber an sie mit keinem festen Programm heran, mit keinem Inhalt, der sie erfassen könnte. Gerade die Fragen, auf die Herr Dr. Ruppin in seinem bedeutsamen Referate einging, wurden hier nicht berührt. Wenn wir nicht ernstlich die Frage betrachten/wie die Bodenfläche vergrößert werden kann, die sich in jüdischen Händen befindet, damit sie nicht bloß 6 oder y' r der Bodenfläche des Landes betrage, wenn wir die Kolonisation nicht erweitern, damit die jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung nicht bloß \6(, der jüdischen Bevölkerung darstelle — morgen kann sich der Prozentsatz, vielfach noch verkleinern —, wenn wir diese beiden Fragen nicht ernst in Betracht ziehen, so glauben Sie ja nicht, daß Sie Ihre Pflicht erfüllt haben! Vir dürfen dem Prozeß, der jetzt in Palästina vor sich geht, nicht ruhi^ zusehen! Wir erleben vielleicht heure die schönste Knoche der jüdischen Geschichte, die uns große Möglichkeiten bietet, ein Vandcrvolk in ein Volk zu verwandeln, das mit dem Boden und mit der Landwirtschaft verbunden ist. Achten Sie darauf, daß diese Möglichkeiten uns nicht verloren gehen! Wir müssen alles Mögliche tun, um die Immigration aufs Land zu lenken. Dazu braucht man vor allem große Geldmittel für ßodenerwerb und ein Kolonisationsbudget für Ansicdiung nicht von :co Familien, sondern von 2000 oder 2500 innerhalb einer Kon^reßperiode. Dazu braucht man 500.000 bis 600.000Pfund jährlich für die Kolonisationsarbeit neben den anderen Budgetposten, wie Erzichungswescn, Gesundheitsdienst etc. (Beifall.) Ich sehe, daß der Herr Vorsitzende bereits mit dem Hammer klopft, aber die Dinge brennen mir auf der Seele, mein Herz klopft, wenn ich sehe, wie sich die Dinge entwickeln, wie ern^t unsere Lage ist. Ich warne Sie! Beeilen wir uns damit, den Boden zu erwerben und die Juden in der Landwirtschaft Palästinas zu verwurzeln. -(Lebhafter Beifall.) RABBI DR. SAMUEL SHULMAN (Amerika — spricht englisch): In dieser historischen Situation halte ich es für meine Pflicht, meine Anerkennung für das große Werk auszusprechen, das seit mehr als einer Generation durch die Zionistische Organisation und die Chowewe Zion geschaffen wurde. Wir können wirklich nicht genug die geistigen und materiellen Werte bewundern, die unsere Pioniere geschaffen haben, die Ercz Israel eine so große Bedeutung für die jüdischen Massen verschafft haben. Eine große Leistung hat der XIX. Zionistenkongreß vollbracht, indem er zwischen den Vertretern der religiösen Gruppen und der Artetewdiaft eine Einigung herbeigeführt hat. Diese beiden Kräfte sind unentbehrlich fluden Aufbau eines gesunden, starken, traditionsgebundenen Heimes in Palästina, das von jüdischem Geist durchdrungen sein und seme Wirkung nicht nur auf den Jischuw in Erez Israel, sondern auch auf die Juden m